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Bürger hadern mit Crone-Bebauung

21.07.2011 | 16:10 Uhr
Bürger hadern mit Crone-Bebauung
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Crone in Dortmund Wellinghofen haben die Erdarbeiten zur Errichtung eines Baumarktes begonnen. Das soll die einzige Gewerbeansiedlung bleiben, so die Stadt. Foto: Jochen Linz

Wellinghofen.Die CDU Wellinghofen hatte gerufen, und viele Anwohner waren der Einladung gefolgt, sich über den aktuellen Planungsstand der Bebauung auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Crone in Hacheney zu informieren.

Die Bagger sind längst angerückt, gut sichtbar vor allem an der Zillestraße, wo demnächst ein großer Baumarkt entstehen wird. Gastreferent Walter Nickisch vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt gab einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen auf dem östlich von der B 54 gelegenen Terrain. Vor allem die Anwohner des Hacheneyer Kirchwegs begleiteten die Ausführungen mit gemischten Gefühlen. „Es besteht großer Klärungsbedarf über mögliche Bau- und Bergschäden an unseren Häusern und Wohnungen. Da steht schließlich unser Kapital“, meinte ein Anwohner.

Nickisch bot den Betroffenen informelle Beratungshilfe an, die nicht zuletzt auch vom dafür zuständigen Umweltamt erteilt werde. Der Bereichsleiter Städtebau- und Bauleitungplanung verwies zudem auf das Projekt Phoenix-See, wo ebenfalls große Gebietsflächen ohne nennenswerte Komplikationen verdichtet worden seien.

„Das Projekt Gewerbegebiet Zeche Crone beschäftigt uns schon seit einer gefühlten Ewigkeit“, so Wolfgang Müller, stellvertretender Vorsitzender des Ortsunion Wellinghofen. Schon vor 30 Jahren wurde ein erster Bebauungsplan auf den Weg gebracht, 2004 folgte eine maßgebende Änderung des Flächennutzungsplans.

Im gut gefüllten Saal der Gaststätte „Alter Godekin“ wurden vor allem auch Bedenken über die wachsende Dichte des ohnehin schon starken Straßenverkehrs laut. An der Zillestraße wird demnächst an der Zufahrt zum Baumarkt eine weitere Ampelanlage entstehen. Und wenn erst die sich noch in der Planung befindenden Wohnanlagen im nördlichen Teil des Geländes entstehen, ist mit noch stärkerem Autoverkehr zu rechnen. „Deshalb wird es neben dem Baumarkt auch keine weiteren gewerblichen Ansiedlungen auf dem Gelände geben,“ versicherte Nickisch, „auch deshalb, damit der Einzelhandel in Wellinghofen und Hörde nicht geschwächt wird.“

Werbepylon 24 Meter

Die Anwohner hoffen vor allem, dass auf dem ehemaligen Zechengelände die geplante Durchgangsstraße in nördliche Richtung zum Zwecke der Entlastung auch tatsächlich komplett gebaut wird. Fest steht hingegen, dass auf dem direkt an die B 54 angrenzenden Teil schon demnächst ein 24 Meter hoher Pylon mit dem Schriftzeichen des Baumarkts entstehen wird.

Thomas Stein

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