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Bauarbeiten und geplatzte Kragen

06.07.2010 | 17:51 Uhr
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
Die Baustelle in Eichlinghofen muss zwar sein, sie nervt aber bisweilen. Foto: Anja Cord

Eichlinghofen.Rot-weiße Balken machen den Weg dicht – auf der Baroper Straße geht derzeit zwischen Ostenberg- und Stockumer Straße (fast) nichts mehr. Die Arbeiten für die neue Straßenachse Am Gardenkamp/Vogelpothsweg laufen gerade auf Hochtouren.

Und das bekommen nicht nur die Uni-Pendler zu spüren, vor allem die Anwohner ächzen unter der Last der laufenden Arbeiten. Vieles nehmen sie hin, aber jetzt platzte Reiner Burscheidt der Kragen: Als er Montag nach dem Dienst nach Hause kam, war die Zufahrt zum Grundstück Gardenkamp 1 durch Bagger und Bauarbeiten komplett dicht. Autos mussten draußen bleiben -- das heißt, auf der von Bauarbeiten schwer belasteten Baroper Straße.

Ohnehin fühlen sich die Menschen Am Gardenkamp 1 durch die neue Verkehrsführung beeinträchtigt – ihr Haus liegt direkt im künftig ausgebauten Einmündungsbereich. Das schlucken sie – wohl oder übel, „aber es gibt Grenzen“, sagt Burscheidt und alarmierte Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) und Ratsvertreter Olaf Radtke (SPD).

Semmler vermittelte den Kontakt zu Sylvia Uehlendahl, der zuständigen Frau im Tiefbauamt. Die sichert den Anwohnern nun wenigstens eines zu: Künftig müssen solche eventuell unvermeidbaren Einschränkungen rechtzeitig angekündigt werden, damit die Menschen sich darauf einstellen können.

Derweil nimmt die neue Uni-Anbindung sichtbar Gestalt an. Der neue Teil Vogelpothsweg zwischen Baroper und Otto-Hahn-Straße, parallel zur H-Bahn-Trasse, ist schon befahrbar – als Umleitung für die abgeriegelte Baroper Straße. Ab Meitnerweg dicht ist die alte Uni-Südtangente, die Autos müssen die Schleife über Meitnerweg/Otto-Hahn-Straße fahren.

Für eine künftige Verbindung der alten Tangente mit der neuen Achse macht sich die Dortmunder Hochschulleitung in einem Brief an OB Sierau stark. TU-Rektorin Gather, FH-Rektor Schwick und Prof. Bert Rürup als Präsident der „International School of Management“ werben darin auch für mehr Fußgängersicherheit. Sie sehen durch die hohe Verkehrsdichte Gefahren für den Weg zur Ostenbergschule, für die Fußgänger unterhalb der Mensabrücke sowie an der Otto-Hahn und der Emil-Figge-Straße.

Katrin Kroemer

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Kommentare
08.07.2010
17:54
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von Staugeplagter | #6

Das einzige was ich lächerlich finde, wie lange die tolle Profi Asphaltbau Firma noch die Stockumerstr. lahm legen will. Ich frage mich so langsam wie lange man noch an der Einmündung zum gardenkamp buddeln will. es muss verdammt schwierig sein eine Straßeneinbindung zu asphaltieren und einen bürgersteig anzulegen. Einfach nur Lächerlich. *Kopfschüttel*

07.07.2010
13:05
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von vaikl | #5

Muss mich in meiner ersten Kritik etwas korrigieren, aber auch erst, nachdem ich den frischen Artikel in den RuhrNachrichten gelesen habe.

Das Tiefbauamt hat wohl Bitten der Uni-Leitung stattgegeben und entzerrt etwas die Baustellen-Lage auf der Stockumer Str. Dort sollte eigentlich jetzt auch der (unsinnige) Flüsterasphalt aufgetragen werden. Damit wartet man nun, bis die neue Kreuzung zum Gardenkamp fertig ist, d.h. es wird evt. wegen der dann teilgesperrten Stockumer Str. für die Dauer der Bauarbeiten Verkehr von dort über die Uni abgeleitet.

Frau Kroemer, das hätte man auch durchaus hier schreiben können, gelle?

07.07.2010
11:57
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von vaikl | #4

@ #2

Umgang mit öffentlichen Geldern? Die damaligen, zahlreichen Verkehrszählungen hatten ziemlich deutlich gemacht, dass die erhoffte Entlastung für die Stockumer in Barop nur marginal ausfällt und damit keinesfalls die hohen Kosten, insbesondere die für eine Untertunnelung oder Überwerfung der Bahntrasse, rechtfertigte. Diese Prämissen gelten auch heute noch.

07.07.2010
10:27
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von RüdGer | #3

Das ist die intellektuelle Bankrotterklärung der Rektoren. Jetzt wissen wir immerhin, dass die drei ganz offenbar unfähig sind, einfache Verkehrsströme gedanklich zu fassen. vaikl hat ganz recht. Aber sie sind ja auch keine Verkehrsplaner oder -politiker.

Und #2 lachsack: durch die Anbindung der Universitätsstraße an den Krückenweg wäre kein Problem gelöst (höchstens eine geringfügige Entlastung der Stockumer Straße), ganz im Gegenteil: Krückenweg und Wittekindstraße wären dann wesentlich stärker befahren als heute und viel mehr Durchgangsverkehr in Barop. Die Durchbindung an den Krückenweg macht spätestens seit Fertigstellung der neuen B1-Anschlussstelle Barop keinen Sinn mehr, da die Palmweide nun schon deutlich entlastet ist.

07.07.2010
07:42
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von lachsack | #2

Hätte man sich vor Jahren durchgesetzt und die Universitätsstr. an den Krückenweg angebunden, wie es geplant war , wäre der jetzige Ärger erspart geblieben. Zudem wäre die Stockumer Str. in Barop entlastet worden.Aber es wurde erst gebaut und dann zurück gebaut. Auch ein Beispiel dafür, wie seinerzeit mit öffentlichen Geldern umgegangen wurde und ein Grund mit, warum die Kassen leer sind.

06.07.2010
23:20
Bauarbeiten und geplatzte Kragen
von vaikl | #1

Sie sehen durch die hohe Verkehrsdichte Gefahren für den Weg zur Ostenbergschule, für die Fußgänger unterhalb der Mensabrücke sowie an der Otto-Hahn und der Emil-Figge-Straße.

Die drei sollten sich vernünftige Brillen zulegen und die neue Verkehrssituation erst mal studieren, bevor sie lustige Briefe schreiben. Gerade das Ostenbergschulen-Umfeld wird ja *ent*lastet und wieso auf den benannten Straßen jetzt eine höhere Verkehrsdichte als vorher herrschen soll, weiß wohl Niemand so richtig.

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