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„Baroper Anwohner warten auf Verkehrs-Entlastung“

13.08.2012 | 18:36 Uhr
„Baroper Anwohner warten auf Verkehrs-Entlastung“
Anwohner in Barop wünschen sich die Abbindung der Ostenbergstraße.

Im Süden.   Durch die neue Verkehrsverbindung durch Barop hatten Anwohner gehofft, dass es künftig weniger Verkehr in der Ostenbergstraße gibt. Doch sie sind enttäuscht.

Die Entlastung ist ausgeblieben.

Vor knapp zwei Jahren wurde der Straßenzug „Am Gardenkamp / verlängerter Vogelpothsweg“ in Eichlinghofen als direkter Weg zur Universität frei gegeben. Ziel war unter anderem die Entlastung der engen Baroper Straße und der Ostenbergstraße vom Autoverkehr. „Die Anwohner am Lehnertweg und an der Ostenbergstraße merken davon nichts“, so Oliver Körting, Sprecher von Bündnis90/Die Grünen in Hombruch. „Dabei hat der Rat der Stadt bereits 1992 mit den Bebauungsplänen Hom 240 und 245 die Abbindung der Ostenbergstraße im Bereich der Katholischen Hochschulgemeinde beschlossen.“

Sorge um Sicherheit der Kinder

„Die Maßnahme gehört neben dem B1-Anschluss an der Emil-Figge-Straße und dem Rückbau der Uni-Südtangente zum Bereichsplanungskonzept Universität und Umland“, stellte Thomas Quittek vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), fest. Die Stadtverwaltung wolle die Abbindung der Ostenbergstraße zügig realisieren, CDU und SPD in der zuständigen Bezirksvertretung Hombruch wehrten sich aber gegen das notwendige Straßeneinziehungsverfahren.

Auch Anwohner von Ostenbergstraße und Lehnertweg fordern die Abbindung. „Wir sorgen uns um die Sicherheit unserer Kinder“, so Nicole Stania, die mit ihrer Familie am Lehnertweg gegenüber dem Evangelischen Kindergarten wohnt. „Auch aus Gründen der Naherholung und des Naturschutzes ist die Sperrung sinnvoll“, so Thomas Quittek. „Mit der Renaturierung des Rüpingsbaches bietet sich die einmalige Chance eines Biotopverbundes“. Die Wanderer und Radfahrer entlang des neuen Rüpingsweges könnten die Ostenbergstraße künftig gefahrlos überqueren.

Die SPD selbst hatte noch in ihrem Wahlprogramm 2009 die Abbindung der Ostenbergstraße als Ziel ausgegeben, nach den Wahlen aus Rücksicht auf die CDU aber davon Abstand genommen.

Abbindung abgelehnt

„Jetzt ist die B1 auf sechs Spuren ausgebaut, das Nadelöhr Schnettkerbrücke beseitigt und trotzdem spüren die meisten Anwohner eher mehr statt weniger Verkehr“, sagte Körting. Die Politik müsse nun Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit beweisen und die gefassten Beschlüsse umsetzen.

In der Bezirksvertretungssitzung im September 2011 hatte die große Koalition aus CDU und SPD – seinerzeit gegen die Stimmen der Grünen – gegen die Abbindung der Ostenbergstraße gestimmt. Gleichzeitig hatte sie die Verwaltung aufgefordert, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Straße für Autofahrer unattraktiver zu gestalten.“ Geschehen sei, so die Grünen, bis zum heutigen Tage nichts.

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