Bahn frei auf der Skateranlage
18.06.2009 | 18:19 Uhr 2009-06-18T18:19:00+0200
Aplerbeck. Gestern waren es noch „Schwarzfahrer”, jetzt sind die Skater und Radler auch ganz legal unterwegs: Die neue Skateranlage im Sport- und Freizeitpark an der Schweizer Allee wurde gestern offiziell für den Betrieb freigegeben.
Doch nicht für alle Jugendlichen gilt die Anlage als so beispielhaft, wie die Initiatoren es eigentlich gehofft hatten. Ihre Kritik, in großen Lettern auf die Wände der neuen Anlage gesprüht, übertünchte gestern noch schnell der Einsatztrupp des Tiefbauamtes - die Eröffnung am Mittag mit Ehrengästen sollte ungetrübt über die politische Bühne gehen.
Quell der Kritik bei den jungen Skatern ist die Konkurrenz zu den BMX-Fahrern. „Die Anlage ist eher für BMX gemacht. Schon von der Form her, es fehlen Quater-Pipes, es gibt keine Stangen”, formuliert Jannik (16) seine zentralen Punkte.
„Man kann es nicht allen recht machen”, erkannte dann auch Stadtdirektor Ullrich Sierau in seiner Eröffnungsrede, wies aber gleichwohl auf die sorgfältige Planung genau dieser Anlage an der Schweizer Allee hin. „Hier wurden die Jugendlichen bei der Planung beteiligt, ihren Wünschen wurde Rechnung getragen.” So habe diese Anlage Vorbildcharakter, Aplerbeck werde jedenfalls stadtweit um das Projekt beneidet. Nun sollen, so versprach Sierau, „die Erfahrungen die hier im Betrieb gesammelt werden in den Bau anderer Anlagen einfließen”.
Viele Erfahrungen sind hier auch bereits verwertet worden, betont Renate Thönnissen, die Fachfrau für Jugendarbeit im Stadtbezirk: „Bei der Planung dieser Anlage hat der Skaterverein Dortmund, vor allem Tim Schulte-Bentrup, sehr viel geholfen”.
Dass hier demnächst auch Skater und BMX-Fahrer gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, darauf will Volker Gänz von der Jugendfreizeitstätte an der Schweizer Allee ab sofort vermehrt ein Auge haben. Und darauf, dass demnächst mit der angemessenen Schutzkleidung von (Integral)-Helm über Ellenbogen- und Knieschoner bis zu echten Protektoren geskatet und geradelt wird.
Außerdem steht er allen Kritikern Rede und Antwort. „Die Anlage ist ausbaufähig - aber Kritik demnächst direkt äußern und nicht mehr auf Wände sprühen”, appeliert er an die Truppe, die gestern mittag ihre Räder rollen ließ. Im übrigen gilt: „Rücksicht aufeinander nehmen - auch wenn schon mal die Kleinsten mit dem Roller hier unterwegs sind, dann muss man denen eben mal den Vortritt lassen.”
07:17
Mein Neffe und ich sind Inline-Skater und früher immer gerne zum alten Skatepark in die Schweizer Allee gekommen, obwohl wir aus Unna sind. Der alte Park bot für Skateboarder, Inliner und BMXer genügend Gelegenheit, um sich auszutoben. Der neue Park ist nur noch für eine dieser Gruppen interessant: die BMXer. Man hätte zumindest die größte dieser Gruppen - die Skateboarder - bei der Planung berücksichtigen sollen. Es fehlen Gelegenheiten für Grinds aber auch für schöne Sprünge. Wenn sich an diesem Park nichts Grundlegendes mehr ändert, werden wir wohl nicht die einzigen sein, die dem alten Park nachtrauern.
10:05
der typ heißt schulze bombdrop!!!!