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Schlackenbahn

Aussichtspunkt wird einschweben

13.12.2010 | 17:55 Uhr
Aussichtspunkt wird einschweben
Eine alte Postkarte zeigt den Blick auf die Schlackenbahn. Foto: Sammlung Willi Garth

Hörde.   Die Gerüste an der Schlackenbrücke am Hympendahl verschwinden. Doch auf die Verbindungsbrücke auf der alten Trasse der Eliasbahn müssen die Hörde noch warten. Denn das Gerüst hat mit dem Brückenschlag „nichts zu tun“, erklärt Franz Große-Kreul (NRW.Urban).

Denn das Gerüst hat mit dem Brückenschlag „nichts zu tun“, erklärt Franz Große-Kreul vom Bereich Projektmanagement bei NRW.Urban. Vielmehr ging es in den vergangenen rund fünf Monaten darum, die Bausubstanz der Pfeiler zu sanieren und zu erhalten. „Das ist nun abgeschlossen, die Standfestigkeit sichergestellt“, sagt Große-Kreul.

Das Stadtentwicklungsunternehmen NRW.Urban (ehemals LEG) rechnet spätestens Mitte 2012 mit der Fertigstellung. „Wir sprechen allerdings nicht von einer Brücke, sondern von einem Aussichtspunkt“, so Große-Kreul. Hintergrund: Barrierefreiheit ist nur auf einer Seite des Bauwerks gegeben, auf der anderen seien Treppen nicht zu vermeiden. Dennoch: auf die Aussicht könne man sich bereits jetzt freuen. Nächster Schritt bei den Arbeiten ist die Aufarbeitung der Widerlager für den Aussichtspunkt. Um den zu installieren, brauche man übrigens keine Gerüste. „Das wird bei der Brücke an der Faßstraße mit Kränen bewältigt“, sagt der Projektmanager. Spaziergänger sollten sich also nicht wundern, die Arbeiten gehen auch ohne Gerüst planmäßig weiter.
Willi Garth, 1. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Heimatpflege Hörde, ist sehr angetan von der Baumaßnahme. „Selbstverständlich ist das in unserem Sinne.“ Zumal in einem ersten Entwurf auf den Brückenschlag verzichtet wurde, nur ein Pfeiler sollte restauriert werden. Der Heimatverein habe deshalb beim NRW.Urban-Vorgänger LEG protestiert – mit Erfolg.

Allerdings ärgert sich der Heimathistoriker, dass die Brücke gerne als Teil der Eliasbahn-Trasse bezeichnet wird. „Das hat einer ins Internet gestellt und jetzt schreiben es alle ab.“ Fakt ist: die ehemalige Brücke, die kurz vor dem Jahr 1900 begonnen wurde, gehört zur Schlackenbahn. Die Strecke führte vom Stahlwerk Hermannshütte Richtung Westen bis zum Buschmühlenteich. „Die Eliasbahn fuhr in entgegengesetzte Richtung“, so Garth.

Alles in allem ist es für ihn auch heute noch „verblüffend, dass nur für Schlacke solch tolle Viaduktteile gebaut wurden“. Doch das war schlicht und einfach dem Verkehr der damaligen Industrieära geschuldet. „Die Eliasbahn fuhr ja am laufenden Band.“

Wolfgang Maas

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Aussichtspunkt wird einschweben
Aussichtspunkt wird einschweben
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2010-12-13 17:55
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