Ausgebüxte Kühe im Dortmunder Süden hielten Polizei auf Trab

Im Dortmunder Süden sind Kühe von einem Bauernhof ausgebüxt.
Im Dortmunder Süden sind Kühe von einem Bauernhof ausgebüxt.
Foto: Nicolas Armer (dpa)
Was wir bereits wissen
Sieben Kühe sind am Donnerstag von einem Bauernhof im Dortmunder Süden ausgebüxt. Die Polizei konnte die Tiere nur mit Hilfe aus dem Zoo einfangen.

Dortmund.. Von einem Bauernhof, dem Schultenhof, in Dortmund-Brünninghausen sind am Donnerstagmorgen sieben Kühe ausgebüxt und halten nun die Polizei auf Trab. Die Tiere liefen in ein nahegelegenes Wohngebiet und in die Bolmke, einen angrenzenden Wald. Nun wird versucht, sie zurück zum Hof zu bewegen - das gestaltet sich als schwierig.

"Die Tiere halten sich dort in einer Kleingartenanlage auf. Sie genießen die Freiheit", sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. "Die Tiere lassen sich kaum bewegen", so die Polizei. Autofahrer werden gebeten, im Bereich der Fritz-Kahl-Straße und der Carl-von Ossietzky-Straße besonders vorsichtig zu fahren.

Flüchtige Rinder keine Seltenheit

Die Polizei und eine Handvoll Helfer des Schultenhofs haben zwei der Rinder in einen Hinterhof getrieben. Zuvor haben die Tiere ein paar Beete in Vorgärten zertrampelt. Im Garagenhof warten die Tiere entspannt darauf, wieder zurück auf die Weide gebracht zu werden. Sie sollen noch bis zum Abend von der Polizei dort bewacht und erst dann abtransportiert werden.

Ihre ebenfalls flüchtigen fünf Artgenossen standen in der Bolmke im Wald, ebenfalls bewacht von Helfern des Schultenhofs. Sie wurden von Zoo-Mitarbeitern mit Betäubungsgewehren außer Gefecht gesetzt und mit einem Hänger zum Schultenhof zurückgebracht.

Rinder schlüpften durch Lücke in Menschenkette

Eine Mitarbeiterin des Schultenhofs berichtet, wie die Rinder ausbüxen konnten: Sie sollten von einer Weide in den Stall getrieben werden. Dafür bilden Bewohner des Schultenhofes stets zwei Ketten, mit ausgestreckten Armen. So ensteht ein Gang, durch den die Tiere getrieben werden. Ein Helfer habe sich vor den Tieren erschreckt und sei nach hinten ausgewichen, sagt die Mitarbeiterin. "Es entstand eine Lücke. Das haben die Rinder gesehen. Und dann waren sie schneller als wir."

Solche Fluchten gibt es laut Polizei im Dortmunder Süden immer mal wieder.