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Anwohner hoffen auf Zukunft ohne Masten

20.09.2012 | 18:25 Uhr
Anwohner hoffen auf Zukunft ohne Masten
Immer umstritten: Stromleitungen in freier Landschaft.Foto: David Hecker

Lücklemberg.   Im Dortmunder Süden wächst die Hoffnung: Bald könnten hässliche Stromleitungen verschwinden.

Als „Lösung von großem Vorteil für alle Anwohner“ bezeichnete Reinhard Wegener von der IG „Vorsicht Hochspannung“ die neuen RWE-Trassenpläne für die geplante 110 kV-Leitung von Kruckel nach Hörde - „wenn sie denn so kommen sollten“. Die Interessengemeinschaft ist Sturm gelaufen gegen die ursprünglich vorgesehenen Freileitungen.

„Deutlich weniger Strahlung"

Auf einer Anwohnerversammlung in der Gaststätte „Zum kühlen Grunde“ erläuterten Wegener und Mitstreiterin Heide Kasper-Demtröder die Hintergründe: „Gesundheitsschutz für 2500 betroffene Anwohner“. Denn elektromagnetische Strahlen, die von Hochspannungsleitungen ausgehen, können krank machen. Erdkabel, von denen deutlich weniger Strahlungen ausgehen, seien deshalb die „optimale Alternative“.

Nach neuen RWE-Plänen soll jetzt die Leitung offen von der Umspannanlage Kruckel bis östlich Großholthausener Straße führen, dann weiter über unbebautes Gelände bis zur Übergabestation Gotthelfstraße. Von dort soll die Leitung dann unterirdisch verlegt werden bis zur Verteilanlage Kirchhörde, durch die Siedlung und weiter zum Heideblick in Richtung Ruhrwaldstraße (B 54).

Nach aktuellem Kenntnisstand von Reinhard Wegener werde die Leitung nur durch öffentliche Straßen verlegt, private Grundstücke seien nicht betroffen. Etwa 2015 soll das Planfeststellungsverfahren beendet sein und mit der Umsetzung 2016 begonnen werden. Wegener kündigte an, die Bürger künftig in halbjährlichen Abständen über den Planungsstand zu informieren und versprach: „Bis dahin werden wir weiter kritisch hinterfragen und am Ball bleiben“. Außerdem wolle die Stadt noch einen weiteren Bürgerdialog mit RWE-Experten anbieten.

Joachim vom Brocke



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