Abriss des Bunkers an der Faßstraße steht an

Der Efeu ist der Anfang: Nach dreieinhalb Jahren Planung geht es am Hochbunker an der Faßstraße voran. Wenn die grünen Ranken fallen, beginnt der Abriss des Beton-Kolosses. Fest steht: Ohne Sprengung wird es nicht gehen. Doch die soll nicht mit einem großen Knall erfolgen.

Hörde.. Dort, wo jetzt der Bunker prangt, wird ein Media Markt entstehen.Martin Steinfort, Projektleiter des Bauherrn Pink Invest, hat die Grün-Arbeiten als nächsten Schritt eines so genannten Abriss-Gutachtens jetzt angekündigt. "Es ist schön zu sehen, dass der Prozess jetzt vorangeht", sagt Steinfort.

Kein großer Knall, sondern viele kleine

Das Gutachten des Dortmunder Fachunternehmens Geo Experts soll Aufschluss darüber geben, wie der massive Weltkriegs-Bunker am effektivsten verschwinden kann. Fest steht: Ohne Sprengung wird es nicht gehen. Allerdings wegen der Wohnhäuser drumherum wohl nicht mit dem einen großen Knall, sondern mit mehreren kleinen. "Rüttel-Sprengung" oder "Lockerungssprengung", so nennt sich das Verfahren der Wahl.

Mehrere Sprengladungen im Innern machen dabei die Außenhaut des Bunkers brüchig. Dann werden die dicken Betonwände abgetragen. Die genaue Planung soll laut Steinfort noch im Februar abgeschlossen werden. Geo Experts hatte 2008 die Sprengung des Volkswohlbund-Gebäudes am Südwall in der Innenstadt durchgeführt.

Baustart noch im Sommer 2015

Bürokratisch seien nahezu alle Prozesse abgeschlossen, so Steinfort. Damit könne der geplante Baustart im Sommer dieses Jahres eingehalten werden.Das Großprojekt am Hörder Ortseingang steckt voller Details, die dafür gesorgt haben, dass die Planung sich bereits mehrfach verzögert hat. Zuletzt gab es etwa Probleme bei der Beschaffenheit des Bodens. Die entdeckten Hohlräume könnten möglicherweise mit dem Schutt des Bunkers aufgefüllt werden.

Im Verlauf des Jahres 2016 könnte der Elektronik-Fachmarkt eröffnen. Parallel wird auch das Fina-Parkhaus an der Faßstraße neu gestaltet.