100 Menschen gedenken getötetem Hörder Dirk Wölke

Rund einen Monat nach dem gewaltsamen Tod von Dirk Wölke in Hörde haben sich am Sonntagabend etwa 100 Menschen versammelt, um sich mit einer Gedenkminute von dem 43-Jährigen zu verabschieden. Zu der Veranstaltung war im Internet aufgerufen worden.

Hörde.. Die ersten Menschen waren bereits um 18.15 Uhr zu dem vereinbarten Treffpunkt an der U-Bahn-Haltestelle "Clarenberg" gekommen. Da die rechtsradikale Partei "Die Rechte" ebenfalls auf die Veranstaltung hingewiesen hatte, war zu dem Zeitpunkt in Sichtweite bereits ein Polizei-Bus platziert. In der Tat waren auch mehrere Personen aus dem rechten Spektrum zu der Haltestelle gekommen.

Doch die Veranstaltung blieb das, als was sie geplant war. Menschen aus dem Wohnumfeld kamen zusammen, um sich still von Wölke zu verabschieden. Gemeinsam gingen sie die wenigen Meter zu dem Haus, in dem Wölke am ersten Weihnachtstag tot aufgefunden worden war. Vor dem Haus wurden Kerzen aufgestellt, nach einer Schweigeminute sprach noch ein Pfarrer einige wenige Worte.

Genaue Todesumstände sind noch unklar

Die genauen Todesumstände Wölkes sind nach wie vor unklar, auch wenn Anfang Januar ein 18-jähriger Tatverdächtiger in Höxter festgenommen worden war und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

Unfassbar sei dieses Verbrechen, so die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung. Wölke war in seiner Nachbarschaft beliebt, er sei, hieß es am Sonntag, ein "feiner Kerl gewesen, einer der immer geholfen hat". Wölke war in der Siedlung aufgewachsen.

Die Initiatorin der Veranstaltung, die auf Facebook zu der Veranstaltung eingeladen hatte, zeigte sich gerührt, dass ihrem Aufruf rund 100 Personen gefolgt waren: "Dirk hätte sich gefreut".