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BKK Hoesch

Sturmlauf gegen Mahnbescheide

27.08.2012 | 22:00 Uhr

Dortmund. Die Betriebskrankenkasse schien nach schweren Stunden sonnigen Zeiten entgegenzusteuern. Doch aktuell zieht die von der BKK vor Ort übernommene Krankenkasse den Unmut von zahllosen Mitgliedern auf sich. Anlass sind mehrere tausend Mahnbescheide, die am Freitag herausgeschickt worden sind.

Die Betriebskrankenkasse schien nach schweren Stunden sonnigen Zeiten entgegenzusteuern. Doch aktuell zieht die von der BKK vor Ort übernommene Krankenkasse den Unmut von zahllosen Mitgliedern auf sich. Anlass sind mehrere tausend Mahnbescheide, die am Freitag herausgeschickt worden sind.

15 Euro sind je Mitglied und Monat seit Anfang 2011 fällig. Ein Batzen Geld, wie Sprecher Dietrich Hilje einräumt. Vor allem Rentner und Geringverdiener wurden für das Missmanagement der Kasse hart bestraft.

Wie erst jetzt heraus kommt, haben offenbar tausende Mitglieder die Mehraufwendungen schlicht nicht entrichtet. Und die BKK hat monatelang beide Augen zugedrückt, um auf der Zielgeraden der Sanierung nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren. Nachdem der Zusatzbeitrag nun zum letzten Mal gefordert wurde, gingen die Mahnungen ‘raus.

Und Mitglieder wie der ehemalige Stellvertretende Betriebsrat von Hoesch, Wilfried Stockhaus, sind auf dem Baum. Er soll 270 Euro nachzahlen - plus einen „Säumniszuschlag“ von 90 Euro. „Ich halte die Verhaltensweise der BKK nicht für angebracht“, erklärte Stockhaus gestern stocksauer. Die 270 Euro seien okay. Die rabiate Mahngebühr aber nicht, empört er sich. Er sei - wie viele andere ehemaligen Hoeschianer- direkt Montagmorgen zur BKK-Verwaltung an der Kirchderner Straße gegangen, um seinen Unmut zu bekunden.

Hilje bestätigt einen „erheblichen Andrang“ und dass zusätzliches Personal aus der Sachbearbeitung im Eingangsbereich offene Fragen klären musste. Jede Beschwerde werde natürlich geprüft. In der Sache liege man allerdings richtig. Die BKK sei schon vom Gesetzgeber aufgefordert worden, den Säumniszuschlag einzutreiben. Allenfalls über Ratenzahlung könne jetzt noch gesprochen werden.

Das aber möglichst schnell, empfiehlt Hilje: „Bereits am 5. September geht der nächste Mahnlauf ‘raus.“

Gerald Nill



Kommentare
30.08.2012
20:06
Sturmlauf gegen Mahnbescheide
von Einmaleffekt | #4

"Die 270 Euro seien okay. Die rabiate Mahngebühr aber nicht, empört er sich."
Hallo? Einfach mal seinen "Deckel" bezahlen, dann gibt*s auch keine Mahnung!!!

29.08.2012
10:14
Sturmlauf gegen Mahnbescheide
von xxyz | #3

Rechnungen sind schon blöd.

29.08.2012
07:39
Sturmlauf gegen Mahnbescheide
von Applebeach4Ever | #2

...und ich dachte immer die AOK ist schlimm.....

Naja..seit über 20 Jahren in der Techniker-KK und noch nie Probleme gehabt..auch nicht mit Verordnungen etc...

28.08.2012
09:08
Die Gesetzeslage...
von hamicha | #1

diverser SGB-Paragraphen läßt es leider zu,daß die Versicherten für die Fehler der Krankenkassen / Rentenversicherer aufkommen müssen und diese immer schön aus dem Schneider sind !
Hier hätte doch die Kk schon sehr viel früher die Zusatzbeiträge "eintreiben" können/müssen um hohe Nachforderungen zu vermeiden,aber aus politischen Gründen wurde dies vermieden. Also sollten sie aus moralischen Gründen zumindest auf den „Säumniszuschlag“ verzichten, wenn nicht bereits Mahnbescheide nach der ersten Rückstandszahlung erlassen wurden.
Wetten , daß diese Kk künftig entsprechend weniger Mitglieder haben wird wenn diese schlau sind ???

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