Sturmlauf gegen Mahnbescheide

Was wir bereits wissen
Dortmund. Die Betriebskrankenkasse schien nach schweren Stunden sonnigen Zeiten entgegenzusteuern. Doch aktuell zieht die von der BKK vor Ort übernommene Krankenkasse den Unmut von zahllosen Mitgliedern auf sich. Anlass sind mehrere tausend Mahnbescheide, die am Freitag herausgeschickt worden sind.

Die Betriebskrankenkasse schien nach schweren Stunden sonnigen Zeiten entgegenzusteuern. Doch aktuell zieht die von der BKK vor Ort übernommene Krankenkasse den Unmut von zahllosen Mitgliedern auf sich. Anlass sind mehrere tausend Mahnbescheide, die am Freitag herausgeschickt worden sind.

15 Euro sind je Mitglied und Monat seit Anfang 2011 fällig. Ein Batzen Geld, wie Sprecher Dietrich Hilje einräumt. Vor allem Rentner und Geringverdiener wurden für das Missmanagement der Kasse hart bestraft.

Wie erst jetzt heraus kommt, haben offenbar tausende Mitglieder die Mehraufwendungen schlicht nicht entrichtet. Und die BKK hat monatelang beide Augen zugedrückt, um auf der Zielgeraden der Sanierung nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren. Nachdem der Zusatzbeitrag nun zum letzten Mal gefordert wurde, gingen die Mahnungen ‘raus.

Und Mitglieder wie der ehemalige Stellvertretende Betriebsrat von Hoesch, Wilfried Stockhaus, sind auf dem Baum. Er soll 270 Euro nachzahlen - plus einen „Säumniszuschlag“ von 90 Euro. „Ich halte die Verhaltensweise der BKK nicht für angebracht“, erklärte Stockhaus gestern stocksauer. Die 270 Euro seien okay. Die rabiate Mahngebühr aber nicht, empört er sich. Er sei - wie viele andere ehemaligen Hoeschianer- direkt Montagmorgen zur BKK-Verwaltung an der Kirchderner Straße gegangen, um seinen Unmut zu bekunden.

Hilje bestätigt einen „erheblichen Andrang“ und dass zusätzliches Personal aus der Sachbearbeitung im Eingangsbereich offene Fragen klären musste. Jede Beschwerde werde natürlich geprüft. In der Sache liege man allerdings richtig. Die BKK sei schon vom Gesetzgeber aufgefordert worden, den Säumniszuschlag einzutreiben. Allenfalls über Ratenzahlung könne jetzt noch gesprochen werden.

Das aber möglichst schnell, empfiehlt Hilje: „Bereits am 5. September geht der nächste Mahnlauf ‘raus.“