Stüdemanns Antritt
04.01.2010 | 10:00 Uhr 2010-01-04T10:00:00+0100
Dortmund. Die Suche nach einer Persönlichkeit mit der Kraft, die Stadt durch die Klippen der Haushaltssanierung zu lotsen, geht in die entscheidende Phase.
Am letzten Donnerstag, 31. Dezember, lief die Frist dafür ab, sich auf die öffentlich ausgeschriebene Stelle des Stadtkämmerers zu bewerben. Über Größe und Qualität des Bewerberfeldes konnte Stadtsprecher Udo Bullerdieck gestern noch keine exakten Angaben machen. „Wir sind dabei, kistenweise Post auszuwerten, die in den Betriebsferien bis zum Jahresende einging. Da könnten noch weitere Bewerbungen zum Vorschein kommen.”
Da sich ein amtierender, vom Stadtparlament schon bestellter Kämmerer schlecht um einen Stuhl bewerben kann, auf dem er bereits sitzt, hat Jörg Stüdemann (SPD), bis September „nur” Kultur-, Sport- und Freizeitdezernent, seinen Hut auf andere Weise in den Ring geworfen.
Stüdemann, der sich bekanntlich breiter Anerkennung auch bei CDU, Grünen und FDP / Bürgerliste erfreut, hat vor Ablauf der Bewerbungsfrist in einem Schreiben an OB Ullrich Sierau (SPD) „großes Interesse” bekundet, für die nächsten acht Jahre Dezernent für Finanzen (mit Liegenschaften) und Kultur (mit Sport und Freizeit) zu bleiben.
Nicht als Bedingungen, wohl aber als Voraussetzungen formuliert Stüdemann in dem Brief an den OB, dass
- für Fragen des Personals und der Organisation ein eigenes Dezernat eingerichtet wird,
- er die kaufmännische Leitung der Sport- und Freizeitbetriebe in andere Hände gibt,
- Rat und Verwaltung den strikten Konsolidierungskurs rückhaltlos unterstützen, der mit dem Nachtragshaushalt 2009 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2013 eingeschlagen wurde, und
- das Beteiligungsmanagement so ausgerichtet wird, dass die städtischen Töchter auch sinnvolle Expansionsvorhaben solange zurückstellen, bis „Mutter Stadt” wieder neue Luft zum Atmen gewinnt.
Ob Oberbürgermeister Sierau mit einem Kämmerer Stüdemann als Dauerlösung leben kann, ist noch offen. Immerhin hatte ihm Stüdemann Konkurrenz gemacht, als es erst um den Posten des Stadtdirektors und später um die OB-Kandidatur der SPD ging.
Insider gehen davon aus, dass über die wichtige Personalie am nächsten Wochenende bei der Klausurtagung der SPD-Fraktion in Papenburg (nördliches Emsland) in kleinem Kreis entschieden wird.
17:34
Stüdemann hat sicher eine andere Klasse als die von Langemeyer ausgesuchte Frau Uthemann, die als Abnickerin und zum Schluss als Sündenbock ihre Rollen spielte.
Aber auch der von Stüdemann eingebrachte Haushaltsentwurf wurde von der Bezirksregierung in Arnsberg zurückgewiesen. Wieder der Vorwurf nicht sicher belegbarer Einnahmen und schöngefärbte Ausgabenschätzungen und Einsparziele. So wird das auch nichts.
Vielleicht sollte Dortmund sich ja mal einen echten Fiananzexperten von aussen gönnen.
16:09
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01:49
Stuedemann - fuer Dortmund ein Geschenk des Himmels. Nicht rot verfilzt, von Sachkenntnis gepraegt und nicht abhaengig von den Totengraebern der Stadt (Pruesse und Drabig) koennte er die Finanzpolitik der einst so stolzen Westfalenmetropole langsam aber sicher wieder in geordnete Bahnen fuehren. Spricht man sich bei der Klausurtagung der Genossen am kommenden Wochenende in Papenburg fuer iohn aus, endet damit auch gleichzeitig die Schreckensherrschaft von den bisher so Maechtigen im Stadthaus. Es waere ein Segen fuer Dortmund. Mit Stuedemann ist ein tatsaechlicher Neuanfang moeglich. Das geht natuerlich nur, wenn Pruesse und Co. entsorgt werden. Was heisst, dass sie auf unbedeutende Posten der Partei degradiert werden. Leider kann man sie ja nicht mit einem Knueppel aus der Stadt jagen, was sie eigentlich verdient haetten.
23:30
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