Das aktuelle Wetter Dortmund 17°C
FH

Studienstart als Hallenshow

17.09.2012 | 21:00 Uhr
Studienstart als Hallenshow
Die Fachhochschule Dortmund begrüßte 2800 Erstsemester in der Westfalenhalle. Hier: Trommler Ulik.Foto: Franz Luthe

Dortmund.  Die Bühne ist ins FH-Orange getaucht. Dezente Lichtspiele an der Hallendecke. Handykameras werden hochgehalten. Applaus. Die Show kann beginnen, auch ohne Vorgruppe.

Wo sonst Marius Müller-Westernhagen, Peter Maffay und Helene Fischer auftreten, stand gestern FH-Rektor Wilhelm Schwick am Mikro. Anlass war die Begrüßung von 2800 Erstsemestern an der Fachhochschule . So viele wie nie zuvor. Dafür reicht nicht mal mehr das Konzerthaus aus.

Die Bühne ist ins FH-Orange getaucht. Dezente Lichtspiele an der Hallendecke. Handykameras werden hochgehalten. Applaus. Die Show kann beginnen, auch ohne Vorgruppe. „Der Schnaps hat auch nicht geholfen“, gesteht die aufgeregte Design-Studentin mit selbstgebasteltem Krönchen vor solch’ imposanter Kulisse und wird ihre herzliche Begrüßung los.

"Sehr fahrradfreundliche Stadt"

Für den OB ist ein Bad in der Menge dafür genau das Richtige. Er dreht noch eine Runde mit seinem Rad durch die Gänge und wirbt dann für die „sehr fahrradfreundliche Stadt“ Dortmund. Überhaupt wird bei dieser Begrüßung viel geworben. Für die Stadt mit ihrem Aushängeschild Borussia, aber auch für die Stadt mit ihren Bürgern aus 170 Nationen. Für das Bier aus dieser Stadt und die Freizeitangebote. Für die Wissenschaft, die heute mehr Professoren beschäftigt als es Bergarbeiter gibt. Die Geschäftsführerin der Westfalenhalle hat auch einen Werbeblock und darf auf „knapp 200 Veranstaltungen“ verweisen. Von Peter Maffay bis zum Dortmunder Herbst . 15.400 Besucher passen in die Halle. Das schafft selbst kein doppelter Abi-Entlass-Jahrgang.

Mobil ist auch der Rektor der FH. Er kommt ganz hinten aus der Halle mit einem stinkenden Zweitakter zur Bühne gefahren. Er gibt die verschiedenen Fachbereiche zu erkennen, indem er ihre Erstsemester aufstehen lässt. Die kleineren Fakultäten wie Design und Architektur. Die Elektrotechnik, gefühlt jeder Zweite, nur getoppt vom noch größeren Fachbereich Maschinenbau. Rektor Prof. Wilhelm Schwick: „Es gibt nur einen, der dieses Leben künftig organisiert: Sie selbst.“ Andreas Pirmann, Studierendenparlament, lässt sich von Prorektor Gerd Erdmann-Wittmaack im Elektroauto vor die Bühne kutschieren.

Für spektakuläre Unterhaltung sorgt Mecanocomiker Ulik, der mit einer Kombination aus Rhönrad und Trommel das gesamte Hallenrund mit seinen Basstönen füllt, turnt und auch noch Späßchen macht. Jetzt wird’s aber Ernst.

Gerald Nill


Kommentare
18.09.2012
13:36
Studienstart als Hallenshow ...
von Drunsonst | #1

..... und das Ganze nennt sich dann "Qualität der Lehre". Das ist nur der Ausblick auf die kommende Massenabfertigug an den Hochschulen. Nicht mehr - aber - auch nicht weniger!

Aus dem Ressort
Wer kennt diesen mutmaßlichen EC-Karten-Räuber?
Opfer mit Flasche...
Die Polizei sucht mit einem Foto nach einem mutmaßlichen EC-Karten-Dieb. Die Karte war Ende Mai bei einem brutalen Überfall in der Nordstadt geraubt und noch am selben Tag an einer Tankstelle in der Bornstraße benutzt worden.
Rathaus-Krawalle: Ermittler haben 68 Personen im Fokus
Neonazi-Angriff am...
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach den Rathaus-Krawallen am Kommunalwahl-Abend momentan gegen 68 namentlich bekannte Personen - 22 aus der Neonazi-Szene, 46 aus dem linken und bürgerlichen Lager. Das haben die Auswertungen der Videos aus der Wahlnacht des 25. Mai ergeben.
Ermittler haben nach Rathaus-Überfall 68 Personen im Fokus
Kommunalwahl
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach den Rathaus-Krawallen am Kommunalwahl-Abend in Dortmund momentan gegen 68 namentlich bekannte Personen — 22 aus der Neonazi-Szene, 46 aus dem linken und bürgerlichen Lager. Das haben die Auswertungen der Videos aus der Wahlnacht des 25. Mai ergeben.
22-jähriger Dortmunder stürzte mit Segelfugzeug in den Tod
Unglück
Unter Trauer und Entsetzen macht die Nachricht bei ehemaligen Schülern des Ruhrtal-Gymnasiums in Schwerte die Runde: Der 22-jährige Dortmunder, der am 12. Juli beim Absturz eines Segelflugzeugs am Edersee zu Tode kam, hatte mit ihnen vor drei Jahren Abitur gemacht — als einer der Jahrgangsbesten.
Ermittlungen gegen Besitzer von fast verhungertem Hund
Tierquälerei
Die Besitzer eines fast verhungerten Collies müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Dortmunder hatten den Hund beim Auszug in der leeren Wohnung zurück- und seinem Schicksal überlassen. Erst im letzten Moment rettete ihn eine aufmerksame Nachbarin. Jetzt ermittelt die Polizei.
Fotos und Videos