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Energiekosten

Strom und Gas ab 2013 deutlich teurer

09.10.2012 | 18:51 Uhr
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Strom und Gas ab 2013 deutlich teurer
Foto: Volker Hartmann

Dortmund. Dortmunder müssen sich ab Januar auf deutlich höhere Energiekosten einstellen. Beim örtlichen Versorger DEW bastelt man gerade an einem neue Preisgefüge für Strom und Wasser.

„Wir können noch nicht genau sagen wie hoch, aber die Preise werden zum 1. Januar auf jeden Fall steigen“, sagte DEW-Sprecher Martina Sprotte im Gespräch mit unserer Zeitung. Je nach Tarif müssten sich die Verbraucher auf Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich einstellen. Das gelte für Strom wie für Gas. Sprotte: „Vom Wasser ist derzeit noch nicht die Rede.“

Betroffen sind auch Kunden mit Festpreisgarantien. Die Fix-Tarife beziehen sich nicht auf Gebühren und Abgaben. Aber um die geht es beim neuerlichen Dreh an der Energiepreisschraube. Hintergrund der spürbaren Preiserhöhungen sind nämlich die Entwicklungen rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Wie der Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, jetzt der Süddeutschen Zeitung sagte, könnte die Ökoumlage ab 2013 von aktuell 3,5 Cent auf fünf Cent klettern - der Preis, den die Verbraucher also für die Förderung von Photovoltaik- und Windkraftanlagen bezahlen müssen, würde danach um 50 Prozent geradezu explodieren.

Hinzu kommt, dass im Zuge der Energiewende die Investitionen in die Stromtrassen ebenfalls deutlich zunehmen werden - eine Folge der mit breitem gesellschaftlichen Konsens beschlossenen Energiewende. Heißt: Auch die Netzentgelte steigen. Dies, so Martina Sprotte, könnte auch für die Gasnetze gelten, weswegen auch dort mit einer Preissteigerung zu rechnen sei.

Wie stark DEW an der Preisschraube drehen wird bzw. muss, steht aber noch nicht fest. Die Zeit eilt aber. Denn die Energieversorger müssen Preiserhöhungen sechs Wochen vor Inkrafttreten ankündigen. Spätestens Mitte November müssen die DEW-Schreiben also beim Kunden sein. Um wie viel die EEG-Umlage steigen wird, erfahre DEW heute, den Mehraufwand für die Netzentgelte am kommenden Montag. Sprotte: „Fast alle unsere Tarife müssen dann neu berechnet werden.“ Der Anteil der Gebühren am Gesamtpreis dürfte erstmals 50 Prozent überschreiten.

Die letzte Strompreiserhöhung gab es Anfang 2012. Für Kunden, die online gebucht haben, noch zum 1. September. Ausgelöst wurde die Steigerung auch damals durch höhere Abgaben und Gebühren. Der Preis für Strom stieg um durchschnittlich 7,5 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch fielen Mehrkosten in Höhe von 4,86 Euro brutto im Monat an.

Von Michael Kohlstadt

Kommentare
11.10.2012
19:08
Strom und Gas ab 2013 deutlich teurer
von laika0231 | #1

Auch die DEW21 muss sich fragen lassen, warum die kontinuierlich gesunkenen Einkaufspreise für Strom nicht an die Kunden weitergegeben werden. So ließe sich der Strompreisanstieg sicherlich um ca. 1 Cent/kWh abmildern.
Weiterhin stellt sich die Frage, wo DEW21 sein Gas bezieht. War doch vor einiger Zeit sowohl von E.ON als auch von RWE zu vernehmen, dass durch Verhandlungen mit dem Gaslieferanten Gazprom bessere Konditionen bem Gasbezug erreicht wurden. Kommen diese ausschließlich den Aktionären zu Gute?

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