Streit um Rats-Wahlwiederholung in Dortmund geht im Dezember in eine neue Runde
21.10.2011 | 14:41 Uhr 2011-10-21T14:41:00+0200
Dortmund.Das ging schneller als von vielen vorausgesagt: Am Donnerstag, 15. Dezember, geht der Streit um die Dortmunder Wahlwiederholung von 2009 in die nächste Runde vor dem Münsteraner Oberverwaltungsgericht.
Zur Erinnerung: Im März dieses Jahres hatte das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht entschieden, dass die Dortmunder Ratswahl 2009 nicht wiederholt werden müsse. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Ausgang der Wahl durch eine ordnungs- und pflichtwidrige Amtshandlung des damaligen OB Gerhard Langemeyer dadurch beeinflusst worden sei, dass er das drohende Haushaltsloch verschwiegen hatte.
Der Rat entschied sich für Neuwahlen. Dagegen zogen mehrere SPD-Fraktionsmitglieder, die als Direktkandidaten in den Stadtrat gewählt worden waren, vors Gelsenkirchener Verwaltungsgericht - und bekamen Recht.
Das wiederum wollte Dortmunds Ratsmehrheit nicht hinnehmen und legte ihrerseits Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster ein. CDU, FDP und Grüne wollen das Urteil des Verwaltungsgerichts zur Haushaltslüge anfechten.
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