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Streit um Flughafen und Sozialticket

20.08.2009 | 18:13 Uhr
Streit um Flughafen und Sozialticket

Die Kontroversen waren absehbar: Vor allem das Sozialticket und der Flughafen waren die Reibeflächen, an denen sich die Diskussion entzündete, zu der der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Verkehrsclub Deutschland sowie der ADFC ins Keuning-Haus vier OB-Kandidaten geladen hatte.

„Was würden sie in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit ändern oder auf den Weg bringen”, ist die erste Frage von Moderator Lorenz Redicker vom VCD an die Kandidaten. CDU/FDP-Mann Joachim Pohlmann sieht Radwege, die im Nichts enden, als durchaus verbesserungswürdig an. Dem passionierten Radfahrer Ullrich Sierau schwebt eine Kampagne pro Fahrrad-Helm vor, bei gleichzeitiger Vervollständigung des Radwege-Netzes, das in Dortmund fast 600 Kilometer zählt. Auch der öffentliche Nahverkehr soll verbessert werden.

Helmut Manz von der Linken macht sich vor allem für das Sozialticket stark und für den Rückbau des Flughafens, der seiner Meinung nach „das dümmste Projekt in Dortmund” ist. Mehr Photovoltaik-Anlagen will Grünen-Kandidat Mario Krüger auf den Dächern Dortmunds sehen. Nach dem Eröffnungsgeplänkel geht es recht schnell ans Eingemachte, das mit Namen „Sozialticket" daherkommt. Sierau und Pohlmann wollen bei ihren ausgiebigen Streifzügen durch das Stadtgebiet Sozialschwachen begegnet sein, die bereit seien, mehr von ihrem Hartz-IV-Tarif für das Ticket auszugeben. Für weiterhin 15 Euro soll das Ticket erhältlich sein, ist das Ziel der Grünen und ihres Kandidaten Krüger. „Nulltarif” fordert Helmut Manz. Die Subventionen für den Flughafen sollen das Gratisticket gegenfinanzieren. „Eher fliegt dieses Gerhard-Langemeyer-Gedächtnis-Nashorn, als dass dieser Flughafen Gewinn abwirft”, ist noch das Mildeste, was Manz an Contra zu den Ausbauplänen der SPD gibt. Zuviel für Bürgermeisterin Birgit Jörder, die demonstrativ den Saal verlässt. Auch für Mario Krüger ist „das Abenteuer Flughafen völlig danebengegangen”. „Bis auf ihre mitgebrachten Claqueure hat keiner geklatscht”, ist die Antwort, die Ullrich Sierau auf die Manzsche Attacke gibt. Für ihn ist der Flughafen ein längerfristiges Projekt - ohne Ausbau nicht wettbewerbsfähig. Ob H-Bahn, OWIIIa oder Nordspange - der Diskussionsbedarf ist groß. Das Publikum diskutierte auch nach dem offiziellen Ende angeregt weiter.

Jens Wege

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04.11.2009
12:08
Streit um Flughafen und Sozialticket
von karlosdallos | #18

Die smarten Drivers...

Wer hat denn die Parteien gewählt, die festlegen , dass ausschliesslich Leute mit Einkommen in der Beitragsbemessungskrenze Sozialversicherung bezahlen ?

Genau ! Die gerade mal nicht armen zahlen 50 %,

die garantiert nicht armen sollen ja in Zukunft mit 35 % auskommen.
SO HART soll es sie treffen.

Wohl bekomms: Solange Sie noch in der Kurzarbeit sind, auf die Brötchen- oder Handy - Kündigung warten,

kürzen Sie sich das Ticket weg!

Sich und Ihrer Familie.

22.08.2009
04:09
Streit um Flughafen und Sozialticket
von schwarzbart | #17

@smartdriver:
1, Wer amerikanische Verhältnisse will, muss auch amerikanische Kriminalität ertragen.
2. Wer sozial mit sozialistisch verwechselt ist *******.
3. Der Brutto-Netto-Rechner zeigt die realen Daten. Folgen sie dem link und probieren Sies aus.
Mit meinem sozialen Status bin ich sehr zufrieden. Es gibt übrigens eine Initiative deutscher Millionäre, die höhere Steuern für Reiche fordern, keine kleine Gruppe. Wie passen die denn so in ihr Weltbild?

@besseresDortmund:
Weil die Armen arm sind, soll der grosse Teil der gerade-mal-nicht-mehr-Armen auf Urlaub verzichten? Seltsame Logik...
Und: Ich bin oft genug in der sogenannten Fluglärmzone. Wer sich da belästigt fühlt, hat Probleme, die er besser mal einem Neurologen erklärt

22.08.2009
02:39
Streit um Flughafen und Sozialticket
von Smartdriver | #16

@ Schwarzbart
ihr Posting in 5 wünscht mir schwere Strafttaten an den Hals, dieser Umstand eröffnet mir, das sie bereits gesellschaftlich unten angekommen sind!
Glückwunsch!
Ihre peinlichen Rechnerein, bezüglich meines Einkommens tun da ihr übriges.
Ich bleibe dabei;
Es ist eine Himmelschreiende Ungerechtigkeit, das Leute die 30 Jahre und mehr in die Sozialkassen eingezahlt haben, nach zwei Jahren unverschuldeter Arbeitslosigkeit genauso behandelt werde, wie Leute die überhaupt noch nie gearbeitet haben.
Desweiteren bin ich der Meinung, das es für junge Langzeitarbeitslose ausschließlich Geld geben sollte, wenn diese sich in gemeinnütziger Arbeit engagieren.
Und für Fehl oder Zuspätkomm-Tage gibts gar- kein Geld.
Es kann doch nicht sein, das hier 40 jährige Stütze beziehen, die in ihrem Leben noch nie einen Handschlag getan haben!
Aber Schwarzbart und seine sozialistischen Kollegen schüren lieber eine Neid Debatte und zeigen lieber mit dem Finger auf andere.
Ich liege jedenfals niemanden auf der Tasche!

21.08.2009
18:55
Streit um Flughafen und Sozialticket
von besseresDortmund | #15

Wie, schwarzbart?
Die Anwohner vom Clarenberg z.B. mit 60 % Armut machen
mit ihren Kindern Urlaub auf Mallorca
und starten vom Dortmunder Flughafen?
In welchem Wolkenkuckucksheim leben Sie denn?
Das ist nicht nur abseits jeglicher Realität, das ist hässlich zynisch!

21.08.2009
18:24
Streit um Flughafen und Sozialticket
von posto | #14

Der Zahlensalat ist ja höchst interessant?!
Da überbieten sich hier gute Rechner und logische Denker, vergeuden Zeit und Energie und merken nicht, dass sie sich um einen nackten Knochen prügeln, den Fürst Pehlke und Konsorten uns hinwerfen, um von den eigentlichen Problemen abzulenken, z.B. von deren heimlicher Bereicherung durch fürstliche Gehälter und diversen Nebeneinkünften.
Langemeier erhält von RWE ca. 120 000 € im Jahr.
Damit verdoppelt sich sein OB-Gehalt glatt.
Er ist damit von RWE nicht etwa gekauft. Er muss nur die Interessen von RWE vertreten. Aber er bleibt ja dem Dortmunder Bürger gewogen - immerhin.
Wenn ich einmal richtig groß im Lotto gewinne, dann subventioniere ich nicht die Sozialtickets, sondern kaufe mir für billige 120 00 € auch einen Oberbürgermeister. Der sorgt dann schon dafür, dass der öffentliche Nahverkehr sich nach meinen Bedürfnissen richtet.

21.08.2009
17:58
Streit um Flughafen und Sozialticket
von schwarzbart | #13

@11: Der Anteil versendet sich. Zumal hier nicht Luxusurlaub auf Bora-Bora oder den Seychellen querfinanziert wird. Die subventionierten PReise für Malle&Co treffen doch ausnahmsweise mal die Richtigen, die, die nur wenig haben. Oder finden Sie das falsch?

21.08.2009
17:51
Streit um Flughafen und Sozialticket
von schwarzbart | #12

Soorry, Tippfehler. Muss natürlich heissen:
Dann muss er schonüber 5000 brutto einfahren für 50% Abgaben.

21.08.2009
17:50
Streit um Flughafen und Sozialticket
von besseresDortmund | #11

Der Skandal ist doch wohl, dass die Hartz4-Empfänger
über ihre Gas-, Wasser- und Stromrechnungen
die Sozialflugtickets z.B. zum Ballermann finanzieren!

21.08.2009
17:48
Streit um Flughafen und Sozialticket
von schwarzbart | #10

Wenn smartdriver 50% Abgaben hat, hat er ein Einkommen von mindestens 4500 Euro per Monat. Da bleiben dann 2270,- kleben. Er kann sich aber privat versichern. Dann muss er schonüber 56000 brutto einfahren für 50% Abgaben.
Noch Fragen? http://www.nettolohn.de/ !

21.08.2009
17:35
Streit um Flughafen und Sozialticket
von mokdo | #9

@ smartdriver Bei Zb.1500 € Brutto hat man insgesamt eine Belastung von 30 % in der Lohnsteuerklase Eins. Wie sie auf 50 % kommen ist mir schleierhaft.
Bei 1000 € Brutto und Steuerklase 1 hat man eine Belastung von 21 % darin enthalten 11,00 € Steuern und Soli.

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