Streetart: Geschmiere oder Kunst?

Die Ratsfraktion Die Linke & Piraten bricht eine Lanze für Kunstaktionen mit Spraydose und Pinsel im öffentlichen Raum. Die Stadt soll sie nicht wieder entfernen. Was halten Sie von dem Vorschlag?

Dortmund.. Wer mit offenen Augen durch die City gehe, dem fielen in letzter Zeit wieder vermehrt Zeugnisse solcher Kunstaktionen auf, so die Fraktion. Die Objekte reichen von Papierschablonen über Kleeblattgebilde bis zu BVB-Sympathiebekundungen. So etwas fällt unter den Begriff Streetart, zu deutsch Kunst im öffentlichen Raum. In Metropolen wie New York und Berlin stehe Streetart für eine lebendige, aufstrebende Kulturszene, so die Fraktion.

"Die Möglichkeit, die eigene Umgebung zu gestalten und zu verschönern, ohne eine Verfolgung wegen Vandalismus befürchten zu müssen, sollte gefördert werden", meint Nadja Reigl, ordnungspolitische Sprecherin der Linken & Piraten. Die Stadt solle in derartigen Fällen darauf verzichten, diese Kunst zu überstreichen oder zu entfernen, sofern der Inhalt nicht strafrechtlich relevant sei.

Nadja Reigl: "Es gibt viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, Besucher und Touristen, die Streetart als optische Bereicherung der Stadt begrüßen und sich an der Kreativität, dem Witz und der Kritik erfreuen."