Straßenmusikanten müssen in Dortmund künftig Pausen einlegen

Egal, ob sie singen können oder nicht - Straßenmusikanten müssen sich in Dortmund neuen Regeln beugen.
Egal, ob sie singen können oder nicht - Straßenmusikanten müssen sich in Dortmund neuen Regeln beugen.
Foto: Oliver Schaper
Was wir bereits wissen
"Let it be" oder "No woman, no cry" laufen in penetranter Dauerschleife: Die Stadt Dortmund stellt neue Regeln für Straßenmusikanten auf.

Dortmund.. Was sich manchmal so im wahren Wortsinn auf dem Westen- oder Ostenhellweg - immerhin eine von Deutschlands teuersten Einkaufsmeilen - musikalisch abspielt, ist für Anwohner und Geschäftsleute eine Zumutung. "Let it be" oder "No woman, no cry" werden mit Penetranz in Dauerschleife dargeboten. Diese Straßenmusik geht nicht nur auf die Ohren, sondern auch aufs Gemüt. Deshalb stellt die Stadt jetzt neue "Spielregeln" auf.

Bisher galt:

Nach spätestens 30 Minuten haben Musiker den Standort zu wechseln. Dasselbe gilt nach Aufforderung von Einsatzkräften, wenn die Straßenmusiker Fußgänger behindern oder die Leichtigkeit des Fußgängerverkehrs stören. Elektrische Verstärker oder Radio, Rekorder, CD-Spieler dürfen nicht eingesetzt werden.

Neue Regeln für Straßenmusiker ab Mai:

Musiziert werden darf beginnend mit der vollen Stunde jeweils eine halbe Stunde lang. Die zweiten 30 Minuten jeder Stunde sind Ruhezeit, also spielfrei zu halten.

Straßenmusik Nach der Aufführung hat der Straßenmusiker den Standort zu wechseln. Der neue Standort muss mindestens 150 Meter vom vorherigen Standort entfernt sein. Elektrische Verstärker oder Radio, Rekorder, CD-Spieler dürfen weiterhin nicht eingesetzt werden.

In Anlehnung an Düsseldorf und Köln

Die neuen Regeln lehnen sich an die von Düsseldorf und Köln an. Der Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregung und Beschwerden sowie der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen müssen die neuen Spielregeln noch beschließen.

Bei hartnäckiger Zuwiderhandlung können Verwarngelder zwischen 35 und 55 Euro fällig werden. Das geschieht bislang bis zu zehn Mal im Jahr. In Einzelfällen haben die Ordnungskräfte auch schon vor Ort das Instrument sichergestellt, um die Lärmbelästigung zu unterbinden.