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Störungen durch Nazi-Aufmarsch in Dortmund

28.03.2012 | 17:59 Uhr
Störungen durch Nazi-Aufmarsch in Dortmund
Am Samstag, 31. März, demonstrieren Neonazis in Dortmund. Foto: Clemens Bilan/ddp

Am Samstag wird ein Nazi-Aufmarsch in der Dortmunder Innenstadt für Verkehrsbehinderungen sorgen. Darüber hinaus wird es eine Gegendemonstration geben. Die Polizei informiert die Bürger über den Ablauf der Veranstaltungen und zu erwartende Beeinträchtigungen.

„Wir verstehen den Wunsch, Neonazi-Aufmärsche zu verbieten“, erklärt Dortmunds Polizeipräsident Norbert Wesseler im Vorfeld eines Neonazi-Aufmarsches am 31. März, ab 16 Uhr, am Hauptbahnhofes. „Recht und Gesetz lassen ein Verbot dieser Demonstration jedoch nicht zu.“

Um die Bürger umfassend über das Demonstrationsgeschehen am kommenden Samstag zu informieren, hat die Polizei unter „www.polizei-dortmund.de“ eine eigene Internetpräsenz geschaltet. Hier können Bürger alle Informationen abrufen. Zudem wurden an die Haushalte rund um die Demonstrationsstrecken Flyer verteilt. Infos der Polizei zum Demogeschehen:

In welcher Zeit finden die Demonstrationen statt?

Die Versammlungen wurden für die Zeit von 11 Uhr bis 21 Uhr angemeldet.

Wo finden in Dortmund die Versammlungen statt?

Die rechtsextremistische Versammlung wird sich vom Hauptbahnhof aus bis in die westliche Innenstadt bewegen. Da als Thema, der Standort „Rheinische Straße 135“ , publik gemacht werden soll, wird eine Zwischenkundgebung an der Örtlichkeit stattfinden. Die bislang einzige Gegenveranstaltung soll im Bereich Dorstfeld und der westlichen Innenstadt stattfinden (Treffpunkt: ab 11 Uhr, S-Bahnhaltestelle Universität) .

Ist mit Beeinträchtigungen für Anwohner zu rechnen?

Mögliche Beeinträchtigungen im Personen- und Fahrzeugverkehr (einschließlich des ÖPNV) durch die Aufzüge werden sich nicht vermeiden lassen. Dabei steht die Sicherheit der Versammlungsteilnehmer an erster Stelle. Mit kurzfristigen verkehrlichen Sperr- und Ableitungsmaßnahmen ist zu rechnen.

Werden auch unfriedliche Teilnehmer erwartet?

Derzeit liegen der Polizei keine konkreten Hinweise oder Erkenntnisse dazu vor. Allerdings können aufgrund bislang gemachter Einsatzerfahrungen gewalttätige Aktionen nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei hat sich darauf eingestellt und wird Straftaten konsequent verfolgen. Wir raten jedem, sich von potenziell gewaltbereiten Personen zu distanzieren.

Wie kann ich mich als Bürger zusätzlich informieren?

Die Polizei hat ein Bürgertelefon unter 132 - 5555 geschaltet. Es ist heute, Donnerstag, und Freitag, 10 bis 18 Uhr, Samstag ab 8 Uhr zu erreichen. Am Freitag, von 10 bis 17 Uhr, stehen Polizisten am Westcenter und der Sparkasse an der Rheinischen Straße sowie an der Langen Straße für Informationen zur Verfügung.

 

Andreas Winkelsträter

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