Stiftung bewahrt Tierschutz-Organisation vor dem Aus

Eine Großspende rettet die Arche 90 — vorerst.
Eine Großspende rettet die Arche 90 — vorerst.
Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Die "Arche 90" ist gerettet — zumindest vorerst: Die Bauckloh-Stiftung unterstützt die Dortmunder Tierschutz-Organisation mit einer Dauerspende von monatlich 3000 Euro. Aber die Finanzspritze wird nicht ewig reichen. Das drohende Aus der Tierrettung ist trotz der Riesen-Spende nicht abgewendet.

Dortmund.. Die Tierschutz-Organisation Arche 90 ist vorerst gerettet. Zumindest bis Ende 2014 sind die Finanzen der Tierretter gesichert. Zu verdanken ist das einer Dortmunder Stiftung.

Die wirtschaftlichen Probleme von Arche 90 haben den Vorstand der Dr.-Gustav-Bauckloh-Stiftung nicht kalt gelassen. Die gemeinnützige Stiftung engagiert sich seit Jahren für den Natur- und Tierschutz.

Wiederholt hatte die Stiftung schon in der Vergangenheit den Verein Arche 90 unterstützt. Vorstand Dirk Holtermann war deshalb erschüttert, in dieser Zeitung zu lesen, dass die Hilfsorganisation erneut in finanzielle Schieflage geraten ist: "Nach unserer Kenntnis wäre keine andere Organisation in Dortmund in der Lage, die Arche 90 zu ersetzen."

In einem Gespräch mit Heike Beckmann, der Vorsitzenden von Arche 90, erfuhr er, dass eine monatliche Zahlung in einer Größenordnung von 2500 bis 3000 Euro eines Förderers die wirtschaftliche Situation des Vereins stabilisieren würde.
"Die Stiftung hat daher beschlossen, dem Verein Arche 90 von Oktober 2013 bis Dezember 2014 monatliche Spenden in Höhe von 3000 Euro zu überweisen.

"Arche 90" auch weiterhin auf Spenden angewiesen

Aber Dirk Holtermann warnt vor verfrühter Euphorie: "Mit dieser finanziellen Entlastung des Vereins ist Arche 90 aber keineswegs aller wirtschaftlichen Sorgen behoben. Der Verein ist weiterhin auf Spenden angewiesen, auf möglichst regelmäßige Zuwendungen auch kleiner Beträge."

Der Jahresetat von Arche 90 liegt bei 180.000 bis 200.000 Euro. Die Mitgliedsbeiträge machen nur den kleinsten Teil davon aus. Das sind gerade einmal 26 Euro im Jahr für Einzelpersonen und 39 Euro für Familien.