Stéphane Chapuisat am Wochenende wieder in Dortmund - DerWesten verlost Biografien
10.02.2012 | 18:33 Uhr 2012-02-10T18:33:00+0100
Dortmund. Borussias Erfolgsstürmer aus den Neunzigern Stéphane Chapuisat ist mal wieder in Dortmund. Freitagabend liest er aus seiner nun auf Deutsch erschienen Biografie in der Mayerschen Buchhandlung, Samstag steht vor dem Stadionbesuch ein Fantreffen im Biedermeier an. Wir verlosen fünf Biografien.
Ortstermin in der Nordstadt. In dem Viertel, in dem viele Ausländer wohnen, stellt der einst erfolgreichste Ausländer der Fußball-Bundesliga seine nun auf Deutsch erschienene Biografie vor: Stéphane Chapuisat ist wieder in Dortmund.
Musik: „Football’s coming home“. Die Präsentation im Haus der WAM-Medien-Akademie beginnt an einer Wand . Videobilder, Fotos, Erinnerungen. „Chappi“ liegt quer in der Luft, erzielt so eines seiner 106 Tore in den acht titelreichen Jahren bis 1999 für den BVB. Nostalgie pur. Auch das berühmte Bild mit dem wild gewordenen Bayern-Torwart Oliver Kahn erheitert. „Das war gar nicht so schlimm, ich hab’ ihn ja kommen sehen.“
„Das sind viele schöne Szenen. Tja, so schnell vergeht die Zeit“, sagt Chapuisat in seiner bekannt zurückhaltenden Art und erinnert sich an viele schöne Bekanntschaften hier im Ruhrgebiet. „Ich sollte eigentlich viel öfter nach Dortmund kommen, aber ich finde kaum Zeit dafür“, erklärt der aktuelle Chefscout beim Schweizer Traditionsclub Young Boys Bern. Dort trainiert Borussias Torfabrik aus den Neunzigern auch die Nachwuchsstürmer.
Nachwuchsförderung in Dortmund und in der Schweiz
Apropos: In Dortmund wurde 1993 „Chappis“ erste Tochter (von mittlerweile dreien, die „nicht unbedingt Fußball spielen müssen, lieber Tennis“; dazu ein kleiner Sohn, der ebenfalls „das machen soll, wozu er Spaß hat“) geboren, dazu die Heirat mit seiner damaligen Frau. Beruflich lief es ebenfalls bei Borussias „Mr. Europacup“: zweimal Meister, Champions-League- und Weltpokalsieg. Der französische Autor Phlippe Dubath, der die Biografie „Stéphane Chapuisat - eine Geschichte“ 2006 herausbrachte, meint, dass seine Hauptperson Spaß am Fußball hatte und immer gerne lacht. Kurzum „eine schön runde Geschichte.“
„Chappi“ kickt heute noch in einer Altherrenmannschaft, dribbelt dort weiter „Leute in der Telefonzelle aus, nur langsamer“. Geblieben sind beim 42-Jährigen die Zahnlücken, hinzu kamen graue Schläfen. Die stammen wohl auch vom Berufsstress, denn für ausschweifende Treffen mit alten Kameraden aus den Neunzigern bleibt kaum Zeit. „Außerdem sind Klos, Möller oder andere ja auch nicht mehr hier.“
Freitabend Lesung, Samstag Fantreffen
Nach einer Lesung am Freitagabend in Dortmunds Mayerscher Buchhandlung steht am Samstag um 11 Uhr ein Fantreffen im Biedermeier (Hohe Straße 61a) sowie ein Stadionbesuch an. „Der BVB ist aktuell stark besetzt, Götze herausragend“, die Titelverteidigung möglich. Egal, wer dabei die Tore schießt...
In der Biografie berichtet Autor Phlippe Dubath vom kleinen „Chappi“, der sowohl durch seinen kürzlich verstorbenen Opa als auch durch den in der Fußball-Schweiz sehr bekannten Vater zum Kicken kam. „Er konnte kaum über den Ball gucken, dennoch lief er schon bei den Fußballern um die Beine herum“, erzählt der Franzose, der Stéphane seit dessen Kindheitstagen kennt. „Ich war schon früh in der Profikabine mit meinem Vater und den Spielern, war auch Balljunge, so entwickelte sich mein Traum vom Fußballer“, ergänzt Chapuisat.
Markante Erlebnisse in Dortmund
Im etwa 100-seitigen Buch skizziert der Autor einige markante Erlebnisse in Dortmund. Etwa den angebotenen Gehaltsverzicht seiner Kollegen, damit „Chappi“ beim BVB verlängern konnte. Der einschneidende Kreuzbandriss, der ihm die andere Seite des Geschäfts gezeigt habe. „Insgesamt habe ich mir darüber aber wenig Gedanken gemacht, denn ich konnte und wollte ja ohnehin irgendwann wieder zurück in die Schweiz.“ Die BVB-Fans verkauften für einen guten Zweck nach seiner Rückkehr auf den Platz 20.000 T-Shirts mit dem Aufdruck „Chappi is back“.
Wie er der Lieblingsspieler von Ottmar Hitzfeld wurde, was dieser heute über ihn denkt. Wie Hunderttausende 1992 die Vizemeisterschaft und später die zwei Titel feierten. Wie Chapuisat stets mit seiner Mutter telefonierte oder dann 1999 Deutschland und der Borussia Adieu sagte. Oder die Anti-Rassismus-Aktion „Mein Freund ist Ausländer“, womit der Bogen zur Dortmunder Nordstadt wieder geschlagen wäre.
Gewinnaktion
Wir verlosen fünf Biografien „Stéphane Chapuisat - eine Geschichte“, erschienen im Bilger-Verlag. Wer ein Buch gewinnen möchte, schickt einfach eine E-Mail mit der Betreffzeile Chapuisat an gewinnspiel@derwesten.de, dazu bitte unbedingt den Namen und die Postadresse angeben. Teilnahmeschluss ist Donnerstag, 1. März, 12 Uhr. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
0mitdiskutieren