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Wie funktioniert der Dortmunder Großmarkt?

05.11.2012 | 14:30 Uhr

Dortmund.   Morgens um 10 Uhr ist die Welt auf dem Dortmunder Großmarkt wieder in Ordnung. Feierabend! Vorbei das nächtliche Getümmel. Die Geräuschkulisse aus Stimmengewirr und Dieselgedröhn ist wieder angenehmer Stille gewichen. Erst nach Mitternacht wird es hier erneut richtig rundgehen, denn um 3 Uhr morgens beginnt der Verkauf.

Morgens um 10 Uhr ist die Welt auf dem Dortmunder Großmarkt wieder in Ordnung. Feierabend! Vorbei das nächtliche Getümmel. Die Geräuschkulisse aus Stimmengewirr und Dieselgedröhn ist wieder angenehmer Stille gewichen. Erst nach Mitternacht wird es hier erneut richtig rundgehen, denn um 3 Uhr morgens beginnt der Verkauf.

Seit wann gibt es eigentlich den Großmarkt am Heiligen Weg? Und wer nutzt das Angebot hier?

„Erste Vorläufer gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts“, weiß Ingo Wilmer, Geschäftsführer der Genossenschaft, die inzwischen den Großmarkt betreibt. Ab 1922 ist dann im Innenstadtbereich der erste richtige Umschlagplatz für frische Waren registriert.

Am heutigen Standort am Heiligen Weg existiert der Großmarkt seit 1952 unter Regie der Stadt, im Jahr 1976 wurde dann die Genossenschaft gegründet. Mit dem Umzug zum Heiligen Weg kam zugleich ein für die damalige Zeit völlig neues Logistik-Konzept zum Tragen. Ingo Wilmer: „Die Hallen mit den einzelnen Handelsbereichen wurden so gebaut, dass die Bahngleise an der Rückseite vorbeiführten. So konnten die Waren von der Rückseite geliefert und im Frontbereich wieder verkauft werden.“ Inzwischen liefern übrigens nur noch Lkw.

Aktuell gibt es 30 Mitglieder in der Genossenschaft, 26 davon sind als Händler auf dem Großmarkt aktiv. Und sie bieten so ziemlich alles an, was gut schmeckt -- und darüber hinaus auch die entsprechenden Verpackungen. Das Gros des Handels umfasst natürlich Obst und Gemüse aus aller Herren Länder. „Wenn es irgendwo auf der Welt wächst und man es unbeschadet transportieren kann, dann gibt es das bei uns“, verspricht Ingo Wilmer selbstbewusst. Aber auch Fisch und Fleisch, ein paar Molkereiprodukte, Trockenwaren wie Reis und Hülsenfrüchte und Feinkost werden in den Hallen auf dem ehemaligen Gelände des Südbahnhofes frühmorgens zwischen 3 und 10 Uhr verkauft.

„In Dortmund gibt es übrigens den einzigen Großmarkt, der genossenschaftlich geführt wird“, betont Wilmer. Und das ist durchaus kein Auslaufmodell. „Gegenüber den großen Anbietern und den Discountern ist das ein gutes Konzept, um weiter existieren zu können.“ Die vor einigen Jahren noch rückläufige Entwicklung hat sich auf etwas niedrigerem Niveau inzwischen wieder stabilisiert.

Rund 1500 Händler zwischen Osnabrück und Siegerland nutzen den Dortmunder Großmarkt und sind hier registriert. Vorwiegend Wochenmarkthändler, Gastronomen und Einzelhändler. Freie Kapazitäten hat der Großmarkt zurzeit übrigens nicht, alle Handelsplätze sind vergeben.


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