Stadtbahn-Flotte wird für bis zu 270 Millionen Euro modernisiert

Etliche von Dortmunds Stadtbahnen sind arg in die Jahre gekommen. Das wollen die Stadtwerke ändern - mit einem Mammut-Investitionsprogramm. Für bis zu 270 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren neue Wagen gekauft und alte kernsaniert werden. Die Kosten drücken die Bilanz der Sparte tief ins Minus.

Dortmund.. Der Betriebsverlust im Verkehrsbereich der Stadtwerke (DSW 21) ist im vergangenen Jahr um 2 Millionen auf 63 Millionen Euro gestiegen. Darin schlagen sich die Erweiterung des Fahrangebots ebenso nieder wie gestiegene Personal- und Energiekosten.

Eine wichtige Rolle spielt aber auch die Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur. Und die dürften in den kommenden Jahren eher wachsen.

47 neue Wagen sind schon angeschafft

Aktuell schlagen sich die Finanzierungskosten für die 47 neuen Niederflur-Stadtbahnen vom Typ NGT8 in der Bilanz nieder, die auf der Ost-West-Stadtbahn-Strecke unterwegs sind. Als nächstes stehen die so genannten B-Wagen auf dem Investitions-Fahrplan.

Die Flotte der Stadtbahnwagen, die seit den 1980er-Jahren auf den Nord-Süd-Strecken rollt, ist in die Jahre gekommen. Die aus Bonn übernommenen Stadtbahnwagen stammen sogar aus dem Jahr 1974.

Stückpreis geht in die Millionen

Um die Flotte fit für die Zukunft zu machen, setzen die Stadtwerke nun auf einen Mix aus Neuanschaffung und Sanierung: Die zehn Bonner Wagen sollen komplett ersetzt werden.Und weil man wegen der gestiegenen Fahrgastzahlen die Flotte generell aufstocken will, erhöht sich die Zahl der Stadtbahnwagen, die neu angeschafft werden sollen, auf mindestens 20 - zum Stückpreis von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro.

Anfang nächsten Jahres könnte die Neuanschaffung ausgeschrieben werden, schätzt Jung. Drei Jahre später sollen die neuen Fahrzeuge auf dem Betriebshof stehen.

Für weitere 15 Jahre fit gemacht

Dann könnte die Aufarbeitung der übrigen alten B-Wagen beginnen, die grundsaniert und damit für mindestens weitere 15 Jahre fit gemacht werden sollen.

Alles in allem rechnet Jung so mit Gesamtkosten von 140 bis 270 Millionen Euro.