Stadt will Kindertagespflege weiter ausbauen

Der Ausbau der Kinderbetreuung wird für die Stadt zur Daueraufgabe. Auch wenn die angestrebte Quote für die Betreuung der unter Dreijährigen im neuen Kindergarten-Jahr nahezu erreicht wird, müssen weitere Plätze geschaffen werden. Und dabei setzt die Stadt noch stärker auf Tagesmütter und -väter.

Dortmund.. Im Gegensatz zu anderen Städten blieb Dortmund von Schadenersatz-Zahlungen mit Blick auf den Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz bislang verschont. Vor zwei Jahren konnte eine drohende Klage von Eltern erfolgreich abgewendet werden.

Ausbau der Betreuungsplätze

4750 Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder gab es Ende 2014. Das entspricht einer Quote von 28,7 Prozent. Die angestrebten 35 Prozent werden mit dem kommenden Kindergarten-Jahr ab August 2015 fast erreicht. Dann soll die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 34 Prozent liegen. Trotzdem muss der Ausbau der Betreuungsplätze weitergehen.

Nach dem immensen Ausbauprogramm der vergangenen Jahre sollen im Laufe des nächsten Kindergarten-Jahres 2015/16 noch einmal 15 neue Kitas in Betrieb gehen und sechs Kitas erweitert werden. Für das folgende Kindergarten-Jahr 2016/17 sind elf weitere neue Kitas, allesamt von freien Trägern, avisiert.

360 Plätze

Doch beim Bau neuer Kindertagesstätten oder dem Aufstocken bestehender Einrichtungen ist inzwischen das Ende der Fahnenstange erreicht. Deshalb setzt die Verwaltung noch stärker auf Tagesmütter und -väter. Die Experten im Jugendamt schlagen vor, die Anzahl der U3-Plätze in der Kindertagespflege um 360 Plätze auf dann 1985 Plätze zu erhöhen.