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Stadt und Wirt des "Subrosa" wollen kooperieren

25.09.2012 | 16:51 Uhr
Stadt und Wirt des "Subrosa" wollen kooperieren

Dortmund. Künstler, Veranstalter, Anwohner und Gäste des Subrosa wenden sich mit einem Brief an die Stadtspitze: „Wir wünschen eine kurzfristige, kreative Lösung, die den Fortbestand des Veranstaltungsorts Subrosa sichert“, heißt es in dem Schreiben an OB Sierau und seine Dezernenten.

„Mit Bestürzung“, heißt es da, „haben wir von der fristlosen Untersagung von Musikveranstaltungen im „subrosa“ erfahren, einer Institution der freien Kulturszene in der Nordstadt.“ Die Untersagung lange geplanter und beworbener Veranstaltungen stelle eine besondere Härte dar. Die Hafenschänke dürfe nicht zum weiteren Symbol einer Verhinderung von freier Kultur werden, zu groß sei der Schaden, den die junge Szene in den letzten Jahren durch den Verlust von Veranstaltungsorten erleiden musste. Die Clubszene auf dem Thier-Gelände, das alte FZW mit seinem einzigartigen Programm und das Solendo am Hafen sind nur wenige Beispiele.

Seit bald 20 Jahren sei das „unsubventionierte subrosa“ als Ort der Nachwuchsförderung und der freien Kultur im zumeist als „Problemviertel“ adressierten Norden weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannt. Zudem Heimat zahlreicher lokaler Musik- und Literatur-Acts. Zu den Unterzeichnern gehören u.a.: Pfarrer Friedrich Laker, Nina Mühlmann, Anis Mičijević, Elvis Pummel, Murat Kayi, Boris Gott, Volker Schlepütz, Julia Sattler, Arno Dornieden, Bastian Pütter und Ariane Schultheis.

Unterdessen führte der Wirt des Subrosa, Cornel Alex, ein Gespräch mit der Stadt. Die Essenz: Das für den Oktober geplante Programm kann stattfinden. In einer Mitteilung der Stadt heißt es, Alex habe sich mit Heike Tasillo, Leiterin der Gewerbeabteilung, getroffen. Beide bedauerten demnach, "dass die eigentliche Intention, nächtliche Ruhestörungen durch laute Gäste im Bereich „subrosa“ zu verhindern, aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung geraten ist."

Eine Prüfung habe ergeben, dass die für September in der Hafenschänke geplanten Veranstaltungen "nicht mit dem derzeitigen Genehmigungsstatus der Gaststätte kollidieren." Die für Oktober vorgesehenen Veranstaltungen könnten zunächst wie geplant stattfinden. Das Ordnungsamt bemühe sich zudem um einen gemeinsamen Termin mit der Beschwerdeführerin.

Cornel Alex habe zugesichert, die Einhaltung der gesetzlich geschützten Nachtruhe zu gewährleisten. Um das „subrosa“ weiterhin als bereicherndes Element der Dortmunder Kulturszene zu erhalten und dem Betreiber dauerhafte Rechtssicherheit für sein Unternehmenskonzept zu verschaffen, strebe das Ordnungsamt eine Anpassung der bisherigen Genehmigungssituation an.



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