Stadt prüft Auswirkungen der Thier-Galerie
05.07.2011 | 10:25 Uhr 2011-07-05T10:25:00+0200
Dortmund.Wie wirkt sich die Thier-Galerie auf die Besucherströme auf dem Westenhellweg aus? Bislang passieren bis zu 65.000 Besucher täglich die Einkaufsmeile. Eine Beratungsfirma soll nun Veränderungen voraussagen.
Die Stadt will die Entwicklung der Kundenströme nach Eröffnung der Thier-Galerie am 15. September nicht zur Kaffeesatzleserei werden lassen. Exakte Messdaten sollen Aufschluss darüber geben, ob und in welcher Weise sich das neue Einkaufsparadies auf die Passantenfrequenz des City-Einzelhandels auswirkt. Eine entsprechende Evaluation bringt die Verwaltung jetzt in die Sitzung des Ratsausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien am morgigen Mittwoch ein.
Mit der Erhebung beauftragt wurde die Kölner Handelsberatung BBE. Sie ermittelte an sechs ausgewählten City-Standorten die Zahl der Passanten. Gezählt wurde an einem Mittwoch und einem Samstag im März. Das nicht ganz unerwartete Ergebnis: Dortmunds „Goldmeile“ entlang des Westenhellwegs zwischen Petrikirche und dem Beginn des Ostenhellwegs bei C&A lockt die mit Abstand meisten Kunden an.
65.000 Passanten am Tag
Die höchste Frequenz mit knapp 65 000 Passanten erreichte der Westenhellweg in Höhe von P&C am Samstag. An zweiter Stelle rangiert der Ostenhellweg bei C&A mit immerhin noch 57 000 Passanten. Auch in Höhe von Kaufhof erreichte der Westhellweg noch Kundenströme von über 48 000 Menschen. Brückstraße (22 600), Westenhellweg am ehemaligen Berlet-Haus, dem künftig Eingang der Thier-Galerie (21 000) und der Ostenhellweg bei Lütgenau (knapp 19 000) fallen dagegen schon deutlich zurück.
Unter der Woche ebbt der der Kundenstrom naturgemäß ab (37 000 bis 14 000). Die Rangfolge der Standorte ändert sich dadurch aber nicht.
Das Zahlenwerk soll Grundlage sein für eine Vergleichszählung nach Eröffnung der Thier-Galerie. Wie berichtet, fürchten vor allem die Händler am Ostenhellweg um ihre Kundschaft. Viele gehen davon aus, dass sich die Kundenströme mit der neuen Shopping-Mall nach Westen verlagern und der Ostenhellweg als großer Verlierer dastehenden könnte. Die im Vergleich schon jetzt mageren Zahlen auf dem östlichen Teil des Ostenhellweg scheinen diese Annahme wahrscheinlicher zu machen. Kein Wunder: Die gesamte Einzelhandelsfläche aller bisher rund 490 City-Geschäfte wächst durch die Thier-Galerie um knapp ein Fünftel.
13:20
@ 7
Gucken Sie doch z.B. mal nach Passau, Die schöne Altstadt ist praktisch tot.
01:07
Jetzt wird also geprüft! Am Ende kommt wahrscheinlich heraus, daß ein Euro nur einmal ausgegeben werden kann! Und daß durch diese Thier-Galerie Dortmund keinen Einwohner-Zuwachs zu verzeichnen hat! Dafür ein teures Gutachten - so so. Ich mache das für Euch in Zukunft für ein Zehntel des Preises! Denn eigentlich muß man nur die Grundrechenarten beherrschen - aber da haperts dann . . . .
21:50
@ #4 posto
wie bitte soll denn die Innenstadt veröden wenn das neue EZ doch mitten in der City angesiedelt ist!?
Ihre Aussage ist richtig in Bezug auf EZ die auf der so genannten grünen Wiese ausserhalb der Zentren errichtet wurden.
Ansonsten gucken Sie doch mal nach Duisburg, die werden Ihnen sicherlich was anderes zu erzählen haben....
19:32
Diese Evaluation geschieht erst jetzt?
Das ist doch wohl ein großer Witz.
19:03
Was wird da jetzt gemacht?
Nochmals nachgezählt oder orakelt und nachgezählt?
Ein orakeln 2 Monate vor der Eröffnung dürfte den Sinn verfehlen.
16:38
Wer war bei der Planung eigentlich (von Macht und Geld) besoffen?
Käufer aus dem Umland sollen angelockt werden? Wie wird der Begriff Umland von der Kölner Handelsberatung definiert? Schlage einen Radius von 200 km vor, dann passt`s schon.
Alle Städte, die in der Vergangenheit ähnliche Einkaufszentren gebaut haben, haben inzwischen gemerkt, dass nach kurzer Zeit die Innenstädte verödeten und die Einnahmen insgesamt zurückgingen. Danach Leerstände ohne Ende!
Hat der Dortmunder Rat mal wieder gepennt?
15:35
Aha , wieder ein paar sternengucker !!!! hochdotiert denke ich mal .....
13:30
Das fällt der Stadtverwaltung aber früh ein - 2 Monate vor der Eröffnung der Thier-Gallerie.
Angeblich war das doch vorher schon klar, dass die neue Galerie nicht schädlich für die Innenstadt wäre? Hat nun jemand Angst um sinkende Gewerbesteuereinnahmen und vor - teuren - Forderungen der betroffenen Anlieger nach öffentlichen Investitionen - für die kein Geld verfügbar ist - zur Attraktivitätssteigerung der anderen Bereiche?
Bleibt die Hoffnung, dass die Thier-Galerie zusätzliche Kaufkraft aus dem Umland erschliesst und das unter den vielen gezählten Personen auch möglichst viele mit Geld für Einkäufe ausgestattet sind. Das ist nämlich in einer Hartz IV Hochburg wie Dortmund eher nicht anzunehmen.
13:19
„Stadt prüft Auswirkungen der Thier-Galerie“
früh übt sich, was mal (Bürger-)Meister werden will....
„Die höchste Frequenz ….“ ob das was mit dem ÖPNV zu tun hat?
War wohl nicht so schlau, die Straßenbahn aus dem Stadtbild zu verbannen?
Prüfen oder prüfen lassen, das ist hier die Frage.
Gibt´s in der Verwaltung keine Beschäftigten, die 2 und 2 zusammenzählen können?
Das kostet dann aber Geld...