Stadt plant neue Unterkünfte für Flüchtlinge

Fast 9000 Flüchtlingen leben aktuell in Dortmund. Wie viele in diesem Jahr dazu kommen werden, kann ernsthaft niemand vorhersagen. Die Stadt rüstet sich auf jeden Fall mit der Einrichtung weiterer Unterkünfte. Wir zeigen alle Flüchtlings-Unterkünfte auf einer Karte.

Dortmund.. Im Gegenzug könnten zwei von drei Sporthallen, die derzeit als Notquartiere genutzt werden, bald wieder freigegeben werden. Wann dies möglich ist, hängt von der tatsächlichen Entwicklung der Flüchtlingszahlen ab. Die Stadt richtet sich nach den Erfahrungen der vergangenen Monate darauf ein, pro Woche 200 bis 250 Flüchtlinge vom Land zugewiesen zu bekommen. Zuletzt waren es aber deutlich weniger.

Zwei Traglufthallen aufgebaut

Die Planungen für die Einrichtung weiterer Unterkünfte über die bestehenden 17 hinaus gehen dennoch weiter. An der Stadtkrone Ost sind inzwischen zwei Traglufthallen aufgebaut, in denen bis zu 600 Asylbewerber untergebracht werden sollen. "Sie sollen Ende Januar/Anfang Februar in Betrieb gehen", kündigt Stadtsprecherin Anke Widow an. Weitere Traglufthallen sollen in Lindenhorst und Kirchhörde entstehen. Spätestens im März sollen sie bezogen werden. "Alle drei Standorte werden vom Malteser Hilfsdienst betrieben", berichtet Widow.

Im Laufe des Monats Februar soll der Umbau der früheren Minister-Stein-Schule in Eving abgeschlossen werden. 120 Flüchtlinge sollen dort untergebracht und von den Johannitern betreut werden. Sie kümmern sich auch schon um die nicht weit entfernte Unterkunft in der früheren Hauptschule an der Osterfeldstraße.

Früheres Kleingarten-Areal

Sichtbar voran geht es auch an der Semerteichstraße. Ein früheres Kleingarten-Areal, das ursprünglich für den Bau einer Einfahrt zum B1-Tunnel aufgegeben worden war, wird derzeit gerodet. Hier soll eine Unterkunft für bis zu 580 Asylbewerber entstehen, die dann bis zum Sommer in Betrieb gehen könnte.

Noch offen ist, wann die geplanten Unterkünfte im Leo-Haus und im früheren Telekom-Gebäude an der Schützenstraße in der Nordstadt bezogen werden. Auch die Unterkünfte am Selkamp am Rande des Gewerbegebiets Aplerbeck und an der Breisenbachstraße im Gewerbegebiet Oestrich lassen noch auf sich warten. Ein Grund dafür ist, dass Wohncontainer, in denen die die Flüchtlinge ähnlich wie an der Morgenstraße in Wickede oder an der Mergelteichstraße in Brünninghausen untergebracht werden soll, kaum noch zu bekommen sind.

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