Stadt findet kein Gebäude für Ex-Hausbesetzer

Zweimal haben Aktivisten des Avanti-Zentrums 2014 Kirchen in der Nordstadt besetzt. Sie wollen ein soziales, selbstverwaltetes Stadtteilzentrum aufbauen. Die Stadt hat nach einem geeigneten Gebäude gesucht - doch offenbar ohne Erfolg.

Dortmund.. Die Stadt sieht sich nicht in der Lage, den Aktivisten des Avanti-Zentrums eine stadteigene Immobilie zur Verfügung zu stellen. Im August hatten die Aktivisten die Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt für mehrere Tage und im Oktober die Neuapostolische Kirche in der Braunschweiger Straße für einige Stunden besetzt. Die Polizei räumte die Objekte.

Viele leer stehende Immobilien

Die Besetzer wollten auf das Problem leer stehender Immobilien in der Nordstadt aufmerksam machen und forderten ein selbstverwaltetes Zentrum. Die Ratsfraktionen von SPD, Grünen sowie Linken und Piraten unterstützten den Wunsch - und beauftragten das Liegenschaftsamt zu prüfen, ob ein leer stehendes städtisches Gebäude dafür infragekommt. Damit sich die Aktivisten nicht von Besetzung zu Besetzung hangelten, wollte man nun versuchen, das Projekt kostenneutral auf legale Beine zu stellen.

"Intensive Recherche"

Die Avanti-Akteure legten am 26. Januar ein Arbeitskonzept sowie ein Anforderungsprofil für die Räume vor. Auf dieser Basis habe die Verwaltung nach "intensiver Recherche" keine geeignete Stadt-Immobilie in dem gewünschten nördlichen Stadtgebiet gefunden, teilte jetzt Stadtdirektor Jörg Stüdemann in einem Schreiben an den für Liegenschaften zuständigen Ratsausschuss mit.