Stadt Dortmund fordert 658.000 Euro von Ex-Angestellter

Eine Angestellte der Stadt Dortmund soll rund 570.000 Euro veruntreut haben.
Eine Angestellte der Stadt Dortmund soll rund 570.000 Euro veruntreut haben.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Untreue-Skandal bei der Stadt Dortmund hat zum zweiten Mal das Arbeitsgericht erreicht. Nachdem die Kündigung der 56-jährigen Verdächtigen inzwischen rechtskräftig feststeht, fordert die Stadt nun von ihr die mutmaßlich veruntreuten 658.000 Euro zurück.

Dortmund.. Der Prozess um eine ehemalige Angestellte der Stadt Dortmund, die in der Bezirksverwaltungsstelle Dortmund-Hombruch rund 660.000 Euro veruntreut haben soll, geht in die nächste Runde. Richterin Monika Geller machte gleich zu Beginn der Güteverhandlung deutlich, dass die Ansprüche der Stadt durchaus berechtigt sein könnten. Sollte es tatsächlich so gewesen sein, dass die verdächtige Stadtangestellte die alleinige Kassenverwalterin der Bezirksverwaltungsstelle war, dann müsse sie sich fragen lassen: "Wo ist das Geld?"

Geller: "In diesem Fall reicht es auch nicht, pauschal zu sagen, dass zwischenzeitlich doch auch andere Kolleginnen Zugang zum Geld hatten. Dann müsste sie schon konkret werden und mir mitteilen, wer an welchem Tag welche Summe genommen hat."

Verdächtige bestreitet Veruntreuung

Die 56-jährige Ex-Angestellte war abermals nicht selbst vor Gericht erschienen, ließ aber durch ihren Anwalt mitteilen, dass sich an ihrer Auffassung nichts geändert hat. "Sie bestreitet weiterhin vehement, etwas mit den Taten zu tun zu haben", sagte der Rechtsanwalt. Deshalb machten auch etwaige Kompromissverhandlungen keinen Sinn.

Weitere Verhandlung im Juli

Die Richterin gab daraufhin bekannt, dass am 24. Juli weiterverhandelt werden soll - dann in großer Besetzung mit noch zwei Schöffen. Bis dahin haben beide Seiten noch die Möglichkeit, ihre Sichtweisen schriftlich zu vervollständigen.