Stadt bietet ab nächster Woche 710 Kita-Notplätze

Dortmunds Eltern können aufatmen - zumindest ein bisschen: Beim Erzieher-Streik in den städtischen Kitas ist jetzt der Notdienst ausgeweitet worden. Darauf haben sich die Stadt und die Gewerkschaft Verdi geeinigt. Ab Montag soll es 710 Not-Plätze geben und in jedem Stadtbezirk mindestens eine Not-Kita. Die Platzvergabe läuft ab sofort.

Dortmund.. Wie die Stadt am Donnerstagmittag mitteilte, wurde die Notdienstvereinbarung für Kindertageseinrichtungen im Erzieherstreik erweitert. Die städtischen Fabido-Kitas sollen ab Montag (1. Juni) 710 Plätze anbieten - und das in insgesamt 15 Kitas im Stadtgebiet. Laut Pressestelle soll in jedem Stadtbezirk mindestens eine Not-Kita eingerichtet werden.

Plätze für zehn Prozent der Kinder

Zuvor waren es 140 Plätze in sechs Kitas, die während des Erzieherstreiks angeboten wurden. Die neue Vereinbarung ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Verdi und der Stadt unter der Federführung von Daniela Schneckenburger und mit Untersützung des Oberbürgermeisters Ullrich Sierau. 710 Plätze für 7000 Kindergartenkinder - das sind zehn Prozent. Trotzdem: eine kleine Erleichterung für Eltern.

Nur notwendigen Bedarf anmelden

Ab sofort können Eltern für ihre Kinder telefonisch einen Not-Platz reservieren - entweder für eine ganze Woche oder für einzelne Tage. Die Stadt bittet Eltern, nur ihren "absolut notwendigen Bedarf" anzumelden. Wer doch keinen Notplatz benötigt, solle absagen. Plätze, die bis 8.30 Uhr nicht in Anspruch genommen werden, werden neu vergeben.

Das sind die Telefonnummern, die Eltern wählen müssen:

  • (0231) 50-10311 Innenstadt West
  • (0231) 50-10332 Hombruch
  • (0231) 50-10313 Innenstadt-Nord
  • (0231) 50-10315 Scharnhorst
  • (0231) 50-10346 Brackel
  • (0231) 50-10835 Aplerbeck
  • (0231) 50-10324 Hörde
  • (0231) 50-10345 Innenstadt-Ost
  • (0231) 50-10838 Lütgendortmund
  • (0231) 50-10330 Huckarde
  • (0231) 50-10839 Mengede
  • (0231) 50-10339 Eving
So läuft die Platzvergabe

Sprechzeiten sind Montag bis Donnerstag von 7 bis 15 Uhr und am Freitag von 7 bis 12 Uhr. Zur Art der Platzvergabe schreibt die Stadt Dortmund: "Bei der Platzvergabe werden weiterhin berufstätige Alleinerziehende und Eltern, die beide berufstätig sind, priorisiert berücksichtigt. Studium und Ausbildung sind dabei der Berufstätigkeit gleichgestellt. Alle Notdiensteinrichtungen werden von 7.30 bis 16.30 die Betreuung, inklusive Mittagsverpflegung, sicherstellen."