Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Stadtwerke-Mitarbeiterinnen

Betrugsverdacht bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW21): Zwei Mitarbeiterinnen sollen versucht haben, einen Anbieter bei der Vergabe eines Reinigungsauftrags zu bevorzugen. Die Ursprünge des Verfahrens gehen auf das Jahr 2009 zurück. Ein unterlegener Anbieter hatte Anzeige erstattet. Die Stadtwerke weisen den Vorwurf als "unberechtigt und unhaltbar" zurück.

Dortmund.. Das Verfahren, so bestätigte Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang, war bereits einmal eingestellt. Aufgrund einer Beschwerde und neuer Ermittlungsansätze habe die Staatsanwaltschaft es wieder aufgenommen.

Mitte Januar kam es zu sechs Durchsuchungen von Arbeits- und Privaträumen. Die sichergestellten Unterlagen seien ausgewertet worden, Zeugen würden weiter vernommen, so Vogelsang.

Beschuldigte eher die Opfer?

Nach Informationen dieser Zeitung, könnten die Beschuldigten eher die Opfer als die Täterinnen sein. Der Rechtsanwalt, der die unterlegenen Anbieter vertritt, soll wiederholt Betrugsvorwürfe gegen den Stadtwerkekonzern bei Vergaben geäußert haben.

DSW21, so Stadtwerke-Sprecher Wolfgang Herbrand, halten die "Vorwürfe für unberechtigt und unhaltbar". Im Hinblick auf das laufende Verfahren wollte er keine weiteren Aussagen machen. Über eingeschaltete Anwälte stehe man in engem Kontakt mit der Staatsanwaltschaft und werde sie bei ihren Ermittlungen unterstützen.