Staatsanwaltschaft Dortmund geht gegen Pokalrandalierer von Dynamo Dresden vor
26.01.2012 | 14:29 Uhr 2012-01-26T14:29:00+0100
Dortmund. Dortmunds Polizei hat unter Mithilfe der Kollegen in Dresden gegen Anhänger von Dynamo Dresden ermittelt und etliche Gewalttäter identifiziert. Diese hatten im Oktober 2011 beim Pokalspiel gegen den BVB in Dortmund randaliert. Nun übernimmt die Dortmunder Staatsanwaltschaft den Fall.
Dresdens Pokalrandalierer stehen womöglich kurz vor der Anklage: Die Polizei Dortmund übergibt die Zuständigkeit der Ermittlungen am heutigen Donnerstag (26. Januar) an die Dortmunder Staatsanwaltschaft. Bis dato hat die Sonderkommission „Dynamo“ nach den schweren Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund im Oktober 2011 gegen Anhänger des Zweitligaclubs Dynamo Dresden ermittelt. Nun prüft die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen eine mindestens zweistellige Anzahl von Gewalttätern.
Ein Sprecher der Polizei Dortmund bestätigte, dass die Behörde in ihrem Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft eine zweistellige Zahl von mutmaßlichen Tätern festgestellt hat. Die Vorwürfe sollen auf Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Raub und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz abzielen. Kommt es zu einer Anklage, müssen sich die mutmaßlichen Täter in Dortmund vor Gericht verantworten.
Amtshilfe aus Dresden
Unter Mithilfe der Amtskollegen aus Dresden hat die Dortmunder Polizei im Anschluss an die Ausschreitungen mit der Sonderkommission „Dynamo“ gegen die Randalierer ermittelt. Die Dortmunder stellten insgesamt 22 Ermittlungsanfragen an die Dresdner Polizei. Sie erbaten Mithilfe bei der Identifizierung verdächtiger Personen, bestätigte ein Sprecher der Dresdner Polizei. Sechs Personen hat die Dresdener Polizei identifiziert, sechzehn Fälle sind noch in Bearbeitung.
Die Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft, Dr. Ina Holznagel, äußerte sich noch nicht zu dem Ermittlungsbericht der Polizei. „Wir werden den Bericht prüfen, auswerten und uns dann zu gegebener Zeit offiziell erklären,“ sagte Holznagel auf Anfrage von DerWesten.
Neue Dimension der Gewalt
Beim DFB-Pokalspiel von Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden war es im Oktober 2011 zu Randalen auf Seiten der Dresdner Fans gekommen. Die als gewalttätig gefürchteten Gäste-Anhänger mussten bereits auf dem Weg zum BVB-Stadion von einem großen Polizeiaufgebot begleitet und abgeschirmt werden.
Einige der rund 4500 Dynamo-Fans zündeten im Stadion bengalische Feuer - auch flogen Flaschen und Chinaböller in Richtung der Einsatzkräfte. Die gewaltbereiten Randalierer hinterließen im Stadion ein Bild der Verwüstung. Die Polizei sprach von einer ganz neuen Dimension der Gewalt im Profi-Fußball.
17:53
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23:25
So ganz versteh ich das noch nicht. Vor Ort waren seinerzeit reichlich mehr Einsatzkräfte als üblich, weil vorher klar war, dass es Randale geben wird. Wurden denn an diesem Tag keine Täter dingfest gemacht? Oder wahlweise viel zu wenig?
Der Aufwand in Sachen Personal und Kosten dürfte doch jetzt wesentlich höher sein.
Und ganze 6 identifizierte Personen sind ja noch nicht so reichlich. Sind denn die Dresdener Hooligans nicht in irgendeiner Art und Weise bekannt oder gelistet?
Ich plädiere dafür, dass das Ganze besser eingestellt wird. Das dann freiwerdende Personal kann sich besser Gedanken machen, wie man es beim nächsten Mal besser hinkriegt....
21:42
sibirien ist doch nicht so weit von dresden weg
19:29
Das Fazit aus diesem Treiben lautet..........die Allgemeinheit zahlt mal wieder!
Was ist nur aus dieser zweitschönsten Sache der Welt geworden?
17:03
Hoffentlich wird hart durchgegriffen und dies sogenannten Fans zur Verantwortung gezogen. Ob der materielle Schaden bezahlt werden kann muss man wohl bezweifeln , dafür reicht dann Hartz IV doch nicht !