Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt nicht gegen Amtsleiter Berten
22.03.2011 | 11:05 Uhr 2011-03-22T11:05:00+0100
Dortmund.Die Dortmunder Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Amtsleiter der Dortmund-Agentur, Oliver Berten, eingestellt. Berten hatte sich trotz einer Krankmeldung im niedersächsischen Kommunalwahlkampf engagiert. Nach Angaben der Behörde kann dem Amtsleiter dennoch kein Betrug zur Last gelegt werden, da er seine politische Aktivitäten in der Stadt Winsen an der Luhe nicht verschwiegen habe. Vielmehr sei er "in aller Öffentlichkeit" politisch aktiv. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Fall um einen arbeitsrechtlichen Konflikt.
Sierau offen attackiert
Berten hatte im Dortmunder Kommunalwahlkampf für Schlagzeilen gesorgt, weil er seinen Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) heftig kritisiert und zugleich den CDU-Konkurrenten Joachim Pohlmann unterstützt hatte. Berten warf Sierau vor, der am 9. Mai 2010 bei einer Wahlwiederholung erneut ins Amt gewählt wurde, für ein Klima der Angst zu sorgen.
Derzeit ist der Amtsleiter wegen einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig geschrieben. Dennoch ließ er sich von einer freien Wählergemeinschaft wieder zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Winsen an der Luhe küren. Dagegen erstattete ein Bürger eine Anzeige und warf dem Beschuldigten "Betrug am Steuerzahler" vor. In Niedersachsen finden am 11. September dieses Jahres Kommunalwahlen statt.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft liegt ein strafrechtlicher Vorgang aber nicht vor. Es sei zudem auch nicht zwingend, dass sich die psychische Erkrankung und das Engagement in der Kommunalpolitik "unbedingt ausschließen".
04:12
@ #2
Liebes Fakeilein (oder BlackSun oder oder..., anscheinend brauchen Sie ja jeden Monat nen neuen Nick, damit der alte Sie nicht in Depressionen über Wahlergebnisse Ihrer nationalen Idioten stürzt):
Selbst Berichte über rein arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen sind presserechtlich durchaus gegen blödsinnige Rufmord-Schreiereien Ihrerseits (oder/und des Berten-Fanclubs) geschützt.
Wir verfolgen auch weiterhin mit Spannung, wie sich *Ihre* Position zum öffentlichen Interesse am Umgang mit geschassten Ex-Spitzen-Verwaltungsbeschäftigten entwickelt. Oder auch verfestigt, je nach Standpunkt.
17:11
Es sei zudem auch nicht zwingend, dass sich die psychische Erkrankung und das Engagement in der Kommunalpolitik unbedingt ausschließen.
Ja, wissen wir doch alle.
16:36
Es sei zudem auch nicht zwingend, dass sich die psychische Erkrankung und das Engagement in der Kommunalpolitik unbedingt ausschließen - also besser als die Staatsanwaltschaft kann man es kaum ausdrücken.
Oder anders gesagt: Man muss nicht unbedingt bekloppt sein für die Kommunalpolitik - aber es erleichtert die Sache doch ungemein.
Die ganze Sache war doch eine peinliche Posse und ein Rufmord an Berten.
Wenn der Mann von einem Facharzt arbeitsunfähig geschrieben wird und der Ihm wegen Mobbing, das man sich bei der Vorgeschichte auch gut denekn kann, vermutlich zu beruflichen Veränderungen geraten hat, dann ist das kein Thema für Hilfsfriseure, Staatsanwälte oder gar Medien sondern eventuell eines zwischen ihm und dem Arbeitgeber Stadt Dortmund. Die Stadt kann über die Krankenkasse und vom Amtsarzt zusätzliche Atteste einfordern, wenn sie Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit hegt.
15:04
Es sei zudem auch nicht zwingend, dass sich die psychische Erkrankung und das Engagement in der Kommunalpolitik unbedingt ausschließen. - Wie wahr, wie wahr.