Spundwand-Hersteller HSP entlässt 163 Mitarbeiter

Mit dem 1. April sind bei der Dortmunder Firma Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) 100 feste Mitarbeiter sowie 63 Leiharbeiter entlassen worden. Statt in drei Schichten wird fortan nur noch in zwei Schichten gearbeitet. Am Donnerstag steht eine Betriebsversammlung an.

Dortmund.. Seit Mittwoch (1. April) sind bei der Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) in Dortmund 163 Mitarbeiter freigestellt. Das bestätigte HSP-Betriebsvorsitzender Klaus Frerichs. Es handelt sich um 100 feste Mitarbeiter und 63 Leiharbeiter. Am Montag hatten sich die verbleibenden Beschäftigten und der Betriebsrat von den Kollegen verabschiedet. Bislang arbeiteten bei HSP in Dortmund 506 Mitarbeiter, nun sind es noch 343.

Fortan arbeiten die Mitarbeiter bei HSP nicht mehr in drei, sondern nur noch in zwei Schichten. Details zu diesem Modell wollen die Betriebsräte den Beschäftigten am Donnerstag (2. April) bei einer Betriebsversammlung vorstellen. "Es geht darum, alle mit ins Boot zu nehmen", sagte Frerichs.

Ankündigung kam kurz vor Weihnachten

Kurz vor Weihnachten 2014 hatte die Geschäftsführung die geplante Umstellung auf die Zwei-Schichtfahrweise vorgestellt. Seitdem unternahmen der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall Versuche, den Arbeitsplatz-Abbau zu verhindern. Erfolglos.

HSP gehört zum Mutterkonzern Salzgitter AG. Dieser hatte sogar erwogen, das HSP-Werk zu schließen. Bei der Sitzung des Aufrichtsrates von Salzgitter am 26. März war dann allerdings kein Beschluss zur Schließung gefasst worden.