Spiehallen-Räuberin erhält Bewährungsstrafe

Das Landgericht hat am Donnerstag eine 36-jährige Hausfrau nach zwei Spielhallen-Überfällen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der zweite Vorwurf, als Mittäterin an einem gemeinen Überfall auf eine 90-jährige Seniorin in Schüren beteiligt gewesen zu sein, wurde dagegen fallen gelassen.

Dortmund.. Die Richter trafen diese Entscheidung nach dem Grundsatz: "Im Zweifel für die Angeklagte". Dass die Mutter eines kleinen Jungen bei dem Überfall auf eine Schürener Seniorin im Juni 2011 am Tatort war, ist wohl unbestritten. Unklar ist jedoch, ob sie auch im Vorfeld in die Planungen eingeweiht worden oder eher zufällig dabei war.

Herzloser Überfall

Haupttäterin des Herzlos-Überfalls war die Tante der Angeklagten. Diese hatte kurz zuvor auch noch eine 84-jährige Rentnerin in Schüren in deren Wohnung ausgeraubt. Bei dieser Tat war das Opfer sogar zu Tode gekommen, weshalb die Tante der Angeklagten derzeit eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßt.

Komplizen verraten

Ihre Beteiligung an den beiden Spielhallen-Überfällen hatte die 36-Jährige von Anfang an zugegeben. Die milde Bewährungsstrafe verdiente sie sich unter anderem damit, dass sie die Aufklärung der Fälle überhaupt erst ermöglicht hatte. Hätte sie nicht den Namen ihres Komplizen verraten, wären die Fälle möglicherweise bis heute ungeklärt.