Spezialeinheit stürmt Wohnung in der Dortmunder Nordstadt

Einsatz der Polizei in der Dortmunder Nordstadt.
Einsatz der Polizei in der Dortmunder Nordstadt.
Foto: Peter Bandermann
Was wir bereits wissen
Nach einer nächtlichen Schießerei in der Nordstadt hat die Polizei weder Täter noch Opfer angetroffen. Am Mittag trat ein SEK in Aktion.

Dortmund.. 

Nach einer Schießerei in der Stahlwerkstraße in der Nacht zu Mittwoch hat die Polizei am Tatort weder Täter noch Opfer angetroffen. Doch am Mittag stürmte das Spezialeinsatzkommando eine Wohnung in der Stahlwerkstraße und nahm einen Verdächtigen fest.

Kokain-Handel Gegen 12.30 Uhr hat das SEK die Wohnung in der Nähe des Borsigplatzes gestürmt. Dort überraschten die Polizisten einen 22-Jährigen. Er wird verdächtigt, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Außerdem ermittelt die Polizei wegen eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den Mann. Er wurde vernommen, unterdessen suchten und sicherten Experten Spuren in der Wohnung.

Der Tatverdächtige konnte über das vor Ort aufgefallene dunkle Fahrzeug und Zeugenaussagen ermittelt werden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Vernehmung und die Spurensuche und -sicherung dauern an. Zu einem möglichen Opfer oder Verletzten gibt es bisher keinerlei Hinweise. Es wird weiter ermittelt.

Anrufer hatte Schüsse gemeldet

Gegen 2.24 Uhr hatten Anrufer Schüsse gemeldet. Als die Beamten an der Stahlwerkstraße in der Nähe des Borsigplatzes eintrafen, waren keine Beteiligten mehr zu sehen. Sie fanden allerdings scharfe Munition und Patronenhülsen. Zeugen berichten laut Polizei von Schüssen, die bei einem Streit gefallen sein sollen. Außerdem sahen sie einen dunklen Wagen vom Tatort wegfahren.

In der Gegend ist es nach Angaben der Polizei in den vergangenen Wochen mehrfach zu Streitigkeiten im Drogenmilieu gekommen. Die Ermittler vermuten auch in diesem Fall einen ähnlichen Hintergrund. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben, ermittelt jetzt eine Mordkommission. (mit dpa)