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Spediteure wollen B1-Maut nicht auf Schleichwegen sparen

01.08.2012 | 15:40 Uhr
Spediteure wollen B1-Maut nicht auf Schleichwegen sparen
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zeigt es an: Seit Mittwoch müssen Lkw über 12 Tonnen auf Dortmunds vierspurigen Bundesstraßen Maut zahlen.Foto: Paul Zinken/dapd

Dortmund.   Seit Mittwoch müssen Lkw auf Dortmunds vierspurigen Bundesstraßen Maut zahlen. Bislang galt die Mautpflicht nur für Autobahnen. Aber Auswirkungen auf den Innenstadt-Verkehr hat die neue Regelung bislang offenbar nicht.

Seit Mittwoch müssen Lkw über 12 Tonnen auf vierspurigen Bundesstraßen Maut zahlen – aber Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt hat das offenbar kaum. Umfahren wollen Spediteure die mautpflichtige B1 , B54 und B236 nicht. Und auch die Polizei hat keine Veränderungen im Stadtverkehr bemerkt: Mehr Lkw auf den Innenstadt-Straßen? Fehlanzeige, meint Polizei-Sprecher Wolfgang Wieland nach Rücksprache mit den Kollegen der Wache 1.

„Wir wollen gar keine Schleichwege fahren. Dazu fehlt uns die Zeit“, erklärt Kevin Gadecki von der Spedition Goebel aus Marten. Und Martin Gerold von der Spedition Lutter aus Bönen, die das Dortmunder Stadtgebiet häufig durchquert, pflichtet ihm bei: „Bundesstraßen zu umfahren macht überhaupt keinen Sinn – nicht nur, weil es länger dauert und unsere exakten Zeitpläne durcheinanderbringt, sondern auch, weil die Belastung auf den Lkw auf schlechter ausgebauten Nebenstrecken höher ist.“

Das gehe ebenso ins Geld wie der Zeitverlust. Martin Neft von Dachser führt zusätzlich zum erheblichen Zeitdruck noch Imagegründe ins Feld: „Wenn unsere Wagen plötzlich über Landstraßen fahren und nicht mehr über die großen Fernstraßen, fällt den Anwohnern das negativ auf.“

Bei der Umweltzone war der Redebedarf größer

Nicht einmal beim Dortmunder Hafen beschweren sich Spediteure oder Hafenanlieger. „Bei der Ausweitung der Umweltzone war der Aufschrei groß, aber bei der Maut-Ausweitung gibt es offenbar keinen großen Redebedarf“, weiß Hafen-Sprecher Christian Manthey.

Ergo: Die paar Cent, die Spediteure auf kostenlosen Nebenstrecken durch Stadt und Ortsteile sparen würden, wären durch Zeitverlust und höhere Benzinkosten gleich wieder passé. Dachser-Sprecher Neft: „Schleichwege verbieten sich für uns ganz einfach.“

Katrin Figge



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