SPD will keine drastische Reduzierung von Bezirken

Mit der Dortmunder SPD wird es wohl keine drastische Reduzierung der Stadtbezirke geben. Das wurde auf dem SPD-Unterbezirks-Parteitag in Hacheney am Wochenende deutlich. Die Jungsozialisten standen dabei mit einem radikalen Vorschlag zur Verringerung der Bezirke heftig in der Kritik.

Dortmund.. Der Parteinachwuchs hatte an den Grundsatzbeschluss des Rates erinnert, die Stadtbezirke neu zu ordnen und dazu gleich einen radikalen Vorschlag gemacht: Statt zwölf sollte es nur noch fünf Bezirke geben. Der Gegenwind auf dem Parteitag war heftig. Schließlich hatte die SPD sich vor drei Jahren noch vehement und mit Erfolg für eine Reduzierung der Stadtbezirke von zwölf auf zehn eingesetzt.

"Man kann Stadtbezirke nicht mit Strichen auf dem Stadtplan einteilen", kritisierte der Huckarder Bezirksbürgermeister Harald Hudy das Fünfer-Konzept. Es müsse eine enge örtliche Gemeinschaft erhalten bleiben. "Die dezentrale Struktur ist gerade unsere Stärke", erklärte auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Neustrukturieren, aber maßvoll

Eine breite Mehrheit auf dem Parteitag fand schließlich ein Gegenantrag aus Huckarde. Danach soll eine Arbeitsgruppe der SPD-Ratsfraktion "Modelle zur maßvollen Neustrukturierung der Stadtbezirke" entwickeln. "Und Neustrukturierung muss nicht gleich Reduzierung bedeuten", ergänzte Hudy. Auf jeden Fall soll die Zahl der regulären Ratsmitglieder von 82 auf 76 verringert werden.

Trotz der heftigen Kritik auf dem Parteitag zeigten sich am Ende auch die Jusos zufrieden. "Ein Ziel ist schon mal erreicht: dass nämlich über das Thema wieder gesprochen wird", stellte der Juso-Vorsitzende Maximilian Schulz fest.