SPD und CDU wollen Dortmunder Straßenstrich auflösen
09.02.2011 | 19:28 Uhr 2011-02-09T19:28:00+0100
Dortmund.Der Straßenstrich Ravensberger Straße in Dortmund soll aufgelöst werden. Das fordern die Fraktionen von CDU und SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Der Strich ziehe einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser, Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.
Bei einem waren sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord einig: So wie es ist, geht es nicht. Das Thema, das am Mittwoch heftig diskutiert wurde: der Straßenstrich an der Ravensberger Straße .
Für die Fraktionen von CDU und SPD in der Bezirksvertretung (BV) gibt es nur noch eine Lösung: Der Strich muss aufgelöst werden. Da beide Parteien in der BV die Mehrheit haben, wurde der Antrag angenommen. Zuvor gab es aber eine lebhafte Diskussion – die Vertreter der Grünen, der Bürgerliste, der Linken und der FDP sahen es ganz anders.
„Uns ist das Problem über den Kopf gewachsen“, gab Bezirksbürgermeister Siegfried Böcker gestern zu. Viele Anträge seien bereits gestellt worden, nichts davon sei umgesetzt worden, bemängelte Thomas Bahr (CDU). Theo Schröder vom Seniorenbeirat ging noch weiter: „Für mich sieht es so aus, als würden Polizei und Ordnungsamt ihre Arbeit nicht machen.“
„Ich finde wir haben lange genug zugesehen“, empörte sich Brigitte Jülich (SPD) und verteidigte den Antrag. Den Straßenstrich als geschützten Raum anzulegen, sei ein Experiment, worauf man sich eingelassen hätte und das gescheitert sei. Stattdessen ziehe der Strich nun einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser , Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.
Menschenwürdige Verhältnisse
Genau dagegen wehrten sich die anderen Parteien. Der Strich sei nicht die Ursache für die menschenunwürdigen Wohnverhältnisse in einigen Häusern oder für die illegale Prostitution. „So erbärmlich werden wir das gar nicht gestalten können, dass die Leute nicht hierher kommen“, betonte Helmut Manz von den Linken. Es ginge darum, menschenwürdige Verhältnisse zu schaffen.
Ob der Standort der richtige ist, müsse geprüft werden, fordern die Grünen. Das sei ein gesamtstädtisches Problem legten auch die Linken nach – eine Abschaffung mache keinen Sinn, dadurch würde das Problem nur wieder im Stadtbezirk verteilt werden.
Doch SPD und CDU blieben bei der Überzeugung, dass nur eine Auflösung die Verwaltung dazu bringe endlich etwas gegen die Kriminalität zu tun. „Auf Ratsebene kommt dieses Ansinnen nicht weiter“, prophezeite Hans-Georg Schwinn (Grüne).
07:35
Die Freier kommen wenn man sich die Kennzeichen anschaut meißtens von ausserhalb Ups dei einer so langen Beobachtungszeit fand mit den Damen kein Informationsaustausch statt und man wurde nicht angebaggert? nc!
Dike freier kommen auch dann noch wenn die Prostituierten weg sind und dann führt der Suchverkehr durch die Umliegenden Wohngebiete und dann über Dortmunds Grenzen hinnaus, bis sich die Freier Aus Hamburg da was finden wo die Damen sind.
Wieviel Jahrzehnte soll das dauern?
Eine Alternative muß geschaffen werden, sonst heißt es in Zukunft:
Prostituierte findet man in Dortmund an jeder Ecke.
Und schon ist der schlechte Ruf noch schlechter. Da nützen die Dortmunder Leuchttürme auch nichts mehr wenn sie durch Müll in den Schatten gestellt werden wedern
23:07
Die Headline des Artikels ist sachlich falsch und daher irreführend.
Nicht SPD und CDU wollen Dortmunder Straßenstrich auflösen, sondern diese Fraktionen innerhalb der Nordstadt-BV.
Mit ihrem Ansinnen stehen sie allerdings einsam und verlassen auf weiter Flur, denn in anderen Stadtteilen fürchtet man längst gleiche Verhältnisse zu erleben.
Wer hilft uns denn jetzt, wenn die Nordstadt gesäubert wird? Was wird getan, dass nicht noch mehr dieser Leute bei uns landen?
Diese Frage stellt man sich bereits in Eving, die die RN in einem erhellenden Artikel beschreibt:
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/nordosten/Ordnungsamt-hat-Eving-im-Visier;art2576,1184538
16:28
Die ganze Diskussion erinnert mich an den Platz von Leeds vor ca. 30 Jahren. Hier waren die Politiker auch nicht in der Lage, die Bevölkerung vor der Beschaffungskriminalität der Junkies zu schützen. Erst als Karstadt drohte das dortige, damals noch Möbelhaus, nicht um zubauen und somit auch Arbeitsplätze, ggf. durch völlige Schließung abzubauen, wurde der Platz geräumt. Vielleicht braucht auch die Nordstadt einen finanzkräftigen Unternehmer um Abhilfe zu schaffen.
13:52
#16 von rotrot
Ironie kann so perfide sein ;-)
Für einen geklauten Schaf erhängt man Dich, für eine Herde geklauten Schaf verhandelt man mit Dir.
12:58
@ DemokratesSozialesMitWirtschaft
Nein, Deuschland ist keine gesetzlose Umgebung, wie dieser Bericht belegt:
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Fuer-Marzipanschweine-fuenf-Monate-ins-Gefaengnis-id3600243.html
Der Staat sorgt schon für Sicherheit und Ordnung.
11:51
In letzter Zeit stellt sich mir viel mehr die Frage, ob Tatort Deutschland eine gesetzlose Umgebung ist. Es werden Themen wie über Burka (sich vermummen) oder, wie hier im Thema indirekt angedeutet, über Menschenhandel gesprochen. Beides ist gesetzlich verboten und sollte strafrechtlich geahndet werden, stattdessen werden solche Vergehen als gewöhnliches diskutiert.
Ich folge nur daraus, das Gesetze dieser Art als nicht vorhanden behandelt werden. Erschreckend!
Hier an dieser Sttel würde der Begriff politischer Auswuchs treffend passen.
11:02
Wer sich einmal die Kennzeiche der Freier ansieht, die den Straßenstrich besuchen, wird feststellen, dass der größte Teil von außerhalb kommt. Das bedeutet, dass der Bedarf in Dortmund nicht so groß ist wie das Angebot. Das Ganze hat sich zu einer Art Touristenatraktion entwickelt. Aber diese Touristen will keiner haben. Also weg mit dem Strich, oder soll Dortmund den Ruf bekommen NRW`s größter Puff zu sein? Dezentralisierung ist das Stichwort.
10:53
Da fällt mir eine Lied ein Die Karawane zieht weiter
#12 von InFlames
Das ist doch ein sehr verwandter Beruf(politiker und Hure)
10:45
Huren gibt es länger als Politiker und wird es auch länger geben !
10:31
15 Jahre lang war es ruhig um den Strassenstrich. Alle waren zufrieden
Dann kommen Provinzpolitiker auf die Idee eine Stechsteuer einzuführen.
Das die Prostituierten sich dieser Steuer entziehen würden war allen intelligenten Leuten klar und jetzt, da der Freier Suchverkehr in die umliegenden Wohngebiete ausufert, wird geschrien:
Weg mit dem Strich.
Die Folge wird sein, dass die Prostituierten sich noch weiter in die Wohngebiete verziehen und, da sie ja dann dort wohnen, kann man sogar noch den überdachung und die Toilette auf die Rechnung schreiben.
Solch platte Sprüche hört man nur von Leuten, die keine Ahnung von der Materie haben, aber hauptsache man hat was gesacht anstatt was zu sagen.