SPD stimmt für Miksch als Alt-Bürgermeister
11.02.2010 | 00:01 Uhr 2010-02-11T00:01:00+0100
Dortmund. Die SPD wird der Ernennung von Adolf Miksch (CDU) zum Alt-Bürgermeister zustimmen - offenbar auch dann, wenn die CDU umgekehrt Gerhard Langemeyer (SPD) diesen Ehrentitel versagt. In der Ratssitzung am 18. Februar wird abgestimmt.
Ein Revanchefoul von der SPD hat die CDU nicht zu befürchten, wenn sie - wie berichtet - in der nächsten Ratssitzung Ullrich Sierau in die Beine grätscht. Der schlägt vor, Ex-OB Dr. Gerhard Langemeyer mit dem Ehrentitel „Alt-Oberbürgermeister” zu schmücken und den ersten hauptamtlichen OB auf eine Stufe mit letzten ehrenamtlichen Oberbürgermeister Günter Samtlebe zu stellen.
Rat soll über beide getrennt abstimmen
Zwar lässt Stadtdirektor Siegfried Pogadl seinen Beschlussvorschlag auf dem Tisch, wonach SPD-Mann Langemeyer zum Alt-OB und gleichzeitig CDU-Mann Adolf Miksch zum Alt-Bürgermeister ernannt werden sollen. Doch die CDU hat am Montag beschlossen, das Stadtparlament über die Personalien getrennt abstimmen zu lassen.
Dem CDU-Ansinnen wird sich nach WAZ-Informationen die größte Ratsfraktion nicht widersetzen. Und mehr: Die SPD wird der Ernennung von Adolf Miksch zum Alt-Bürgermeister zustimmen.
Ein weiterer Kungel-Verdacht kann an dieser Stelle nicht aufkommen. Denn in der gleichen Sitzung, allerdings im nicht-öffentlichen Teil, gibt die Verwaltung (seinerzeit noch vom amtierenden OB Sierau geführt) dem Rat zur Kenntnis, dass sie Langemeyers früheren Wahlkampf-Manager Reinold Plätz, schon seit knapp einem Jahr nur kommissarischer Leiter des städtischen Personalamts, nun in Amt und (maximale) Besoldungsstufe befördern will.
Langemeyers Wahlkampf-Chef soll befördert werden
Laut Geschäftsordnung könnte der Rat den Aufstieg von Plätz in eine wichtige Schlüsselposition nur mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen verhindern. Die kann es gegen die SPD aber nicht geben - selbst wenn neben der CDU auch alle anderen Fraktionen Nein sagen.
Ob sich die SPD-Fraktion am 18. Februar tatsächlich geschlossen hinter den umstrittenen Personalvorschlag Sieraus stellt, muss sich erst noch zeigen. Der Flurfunk im Rathaus meldet, dass zumindest eine Fraktion auf geheimer Abstimmung bestehen wird.
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