SPD gegen „Saufraum“ und für alternatives Alkohol-Projekt in der Nordstadt von Dortmund
12.07.2011 | 15:42 Uhr 2011-07-12T15:42:00+0200
Dortmund.Für den sogenannten Saufraum in Dortmunds Nordstadt hat sich immer noch kein Träger gefunden. Also fordert die SPD-Fraktion, das Projekt für die Trinkerszene zu begraben. Zugleich sollen die Fördermittel über eine andere Einrichtung an Alkoholkranke gehen.
Für Dortmunds SPD-Fraktion ist die Einrichtung eines „Saufraumes“ am Nordmarkt nach Kieler Vorbild gescheitert. Für ihren ordnungspolitische Sprecher sei vorhersehbar gewesen, dass sich niemand auf die Ausschreibung zu dieser besonderen Hilfe für die Trinkerszene beworben habe. „Insbesondere die Dortmunder Wohlfahrtsverbände haben sich nicht an diesem Ausschreibungsverfahren beteiligt“, so SPD-Ratsmitglied Dirk Goosmann.
Der Rat sollte dieses Projekt deshalb als erledigt ansehen, so Goosmann weiter nach Beratungen der SPD-Ratsfraktion zum Saufraum. Der von CDU, FDP und Grüne favorisierte Saufraum am Nordmarkt bleibe aber nicht nur bei den Dortmunder Fachleuten ohne Interesse, selbst in Kiel ist der dortige Saufraum ohne Erfolg. In der Kieler Nordstadt bilden sich weiter öffentliche Trinkerszenen, der die Stadt Kiel nunmehr mit kontrollierten Freiluftanlagen entgegentreten will.
„Mehr Beweise, dass so ein Saufraum in Dortmund auch nicht trägt, braucht es nicht. Der Rat der Stadt ist gut beraten, alle Beschlüsse zum Saufraum aufzuheben“, meint Goosmann.
170.000 Euro für Werkstatt „Passgenau“ der Diakonie
Die SPD-Fraktion schlage daher vor, die Fördermittel des Landes in Höhe von rund 170.000 Euro vielmehr in tagesstrukturierende Maßnahmen für alkoholkranke Menschen am Nordmarkt zu investieren. Z.B. biete die Werkstatt „Passgenau“ des Diakonischen Werkes ganz hervorragend stundenweise Arbeitsgelegenheiten am Nordmarkt an. Dadurch gelinge es sichtbar, Menschen an Arbeit heran zu führen und vom Aufenthalt auf dem Nordmarkt mit entsprechenden Alkoholkonsum abzuhalten.
Die SPD-Fraktion findet es „skandalös“, dass eine Einrichtung wie die Werkstatt „Passgenau“ von der Neuordnung der Arbeitsmarktinstrumente durch die Bundesregierung in existenzbedrohender Weise gefährdet werde. Hier würden Arbeitsgelegenheiten in großem Stil wegbrechen und Qualifizierung und Betreuung von Maßnahmeteilnehmern durch Kürzung von Trägerpauschalen besonders leiden. Die Fördermittel, die eigentlich für den Saufraum vorgesehen waren, könnten helfen, diese Werkstatt am Nordmarkt zukünftig zu erhalten.
Bürger-Dialog am 13. und 19. Juli
Am Dienstag, 19. Juli, haben unterdessen nun die Bürger der Nordstadt das Wort. Geplant ist ein „Nordstadt-Dialog“ im Dietrich-Keuning-Haus. Ab 19.30 Uhr wird sich bei dieser Gelegenheit die so genannte Sicherheitskonferenz den Bürgerfragen stellen. Kriminalität, Prostitution, Drogen, der Stand der Dinge und ein Ausblick - all das kann Thema sein in der Diskussion.
Auch das Bündnis Dortmund gegen Rechts lädt ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Dortmunder Nordstadt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollen die Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien stehen, die sich der Ethnie der Roma zugehörig fühlen. Diskutiert werden soll insbesondere, wie es nach der Schließung des Straßenstrichs weitergehen soll, welche Möglichkeiten für ein menschenwürdiges Wohnen geschaffen werden können und wie eine Integration aussehen könnte. Die Veranstaltung findt am Mittwoch, 13. Juli, 18 Uhr, im Sozialen Zentrum an der Westhoffstraße 12 statt. Diskutieren werden in der Nordstadt aktive Menschen aus sozialen Organisationen und Verbänden.
07:52
aber, aber: was soll man denn den benachteiligten anderes bieten als einen gemütlichen saufraum ?
natürlich ist die gesellschaft schuld !
20:45
Kann man sich da anmelden? Ich trete auch nach bedarf den Grünen, Linken oder Roten bei und finde Mohammedaner lustig. Bringt ihr mir zum Wochenende ´nen Kasten Krombacher rum? Saufen, rauchen, kinderschänden ist doch eine Krankheit. Die Gesellschaft ist schuld!
19:42
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19:37
Ich hätte den richtigen Raum.
Dann denken die nicht mehr ans Saufen
Der deutsche Steuerzahler wird es schon richten, wir zahlen ja für alles und jeden.
Leider bleibt da für uns kein Geld mehr übrig !!!!!
S
18:54
Die haben doch schon einen Ersatzort, die Wellblechhütte da mittn aufm Acker, finden ja auch immer über 80000 aus der Saufszene für 105 Minuten nen Platz mit Dach übern Kopf ;)
18:51
#5. Das habe ich auch schon des öfteren gedacht wenn ich weinselige Kommentare von FDP Politikern oder anderen besoffenen Eliten gesehen habe.
18:46
Härteste Arbeit im Gleis- und Schienenbau statt vollsaufen würde Wunder bei solchen Schmarotzern bewirken.
17:59
Aber es geht noch besser: hier die Rede des FDP Abgeordneten Detlef Kleinert im Bundestag : http://www.youtube.com/watch?v=rZVPziQBULQ&feature=related. Der wahr nun wirklich hackendicht.
17:52
#wohlzufrieden: :-)
Und passend zu diesemThema die Rede eines stockbesoffenen FDP Abgeordneten im Bundestag über Situation der Milchbauern : http://www.youtube.com/watch?v=02d9zHtHzzs
Prost
17:52
Aber natürlich taucht wieder die Diakonie auf, um Kasse zu machen.