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Sparkasse wünscht totem 16-Jährigen eine „gute Reise“

13.11.2012 | 08:14 Uhr
Sparkasse wünscht totem 16-Jährigen eine „gute Reise“
Die Sparkasse hat einem toten 16-Jährigen einen Brief geschrieben. Die Botschaft: "gute Reise."

Dortmund.  Die Eltern des verstorbenen Tim sind schockiert. Die Sparkasse hat ihrem Sohn einen Brief geschrieben, mit einer Botschaft, die kaum pietätloser sein kann: „Gute Reise, wünscht ihre Sparkasse“. Dabei hatten die Eltern das Konto persönlich aufgelöst und dafür auch eine Kopie der Sterbeurkunde beigefügt.

Ein Brief an einen Toten, mit einer Botschaft, die kaum pietätloser sein kann: „Gute Reise, wünscht ihre Sparkasse“.

Anfang Oktober nahm Dr. Susanne Goltz das Schreiben der Sparkasse aus dem Briefkasten. Gerichtet war es an ihren Sohn Tim, der im Juni verstorben war. Die Sparkasse, die in dem Schreiben die Auflösung des Taschengeldkontos des 16-Jährigen bestätigte, ignorierte allerdings den Anlass der Auflösung. Sie listete den Rechnungsabschluss auf. Und ergänzte auf Seite 2 des Schreibens: „Sie planen eine Reise außerhalb Europas?“ Darauf folgte Werbung für die Sparkassenkarte – mit eben jenem Schlusssatz.

„Das war ein Schock“, sagt Dr. Susanne Goltz. Sie habe sich sehr verletzt gefühlt – schließlich sei das Schreiben direkt an ihren toten Sohn gerichtet worden. Dabei hatten Goltz und ihr Ehemann zuvor im September in einer Filiale der Sparkasse das Konto persönlich aufgelöst und dafür auch eine Kopie der Sterbeurkunde beigefügt. „Ich wollte daraufhin die Mitarbeiterin in der Filiale sprechen“, erzählt Goltz. Sie rief bei der Sparkasse an, wurde stattdessen mit der Abteilung für Qualitätssicherung verbunden. „Die Leiterin war total entsetzt“, erinnert sich Susanne Goltz. Sie wolle auf jeden Fall dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal geschehe. „Doch dann habe ich nie wieder etwas von der Sparkasse gehört“, sagt Goltz.

Uneinigkeit über Gespräche

„Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst und entschuldigen uns in aller Form“, erklärt Jeanette Bludau, Sprecherin der Sparkasse. Allerdings habe sich das Kreditinstitut bereits in mehrfacher Form bei Dr. Goltz entschuldigt, betont Bludau. Demnach habe es mehrere Gespräche gegeben, was Dr. Susanne Goltz bestreitet. Auch über das Telefonat mit der Leiterin für Qualitätssicherung herrscht Uneinigkeit. Während Susanne Goltz der Meinung ist, die Sparkasse hätte gut daran getan, sich bei ihrer Familie noch einmal in schriftlicher Form zu entschuldigen, glaubt Jeanette Bludau, dass nach dem Gespräch, in dem sich auch die Abteilungsleiterin mehrfach entschuldigt habe, nichts mehr offen geblieben sei. „Wir werden uns aber natürlich noch mal mit der Familie in Verbindung setzen“, beteuert die Sparkassensprecherin.

Christina Römer



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