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Sparkasse freut sich über blendende Geschäfte

27.03.2008 | 20:50 Uhr

Die Sparkasse will an ihrem dichten Filialnetz keine Abstriche vornehmen, auch nicht bei den etwa 1900 Mitarbeitern. Die Geschäfte laufen blendend. ...

Ein gutes Jahresergebnis 2007 verkündete die Sparkasse Dortmund gestern. Die Geschäfte laufen prächtig. (Bild: Franz Luthe)

... Die möglicherweise knapp 21 Millionen, die der Dortmunder Marktführer zur Behebung des Finanzdebakels bei der West-LB überweisen muss, sie sind schon abgehakt. Bei einem trotzdem guten Jahresergebnis 2007. Vorstandsvorsitzender Uwe Samulewicz zeigte sich gestern bei der Bilanzpressekonferenz geradezu euphorisch. In allen Bereichen Umsatzzuwächse. Die Bilanzsumme stieg von 6,7 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Höhere Kundeneinlagen (5,5/56 Mio.), auch das Kreditvolumen stieg (4,0/4,2 Mio.). Das Betriebsergebnis, also das, was am Jahresende übrig bleibt, stieg von 47,4 Millionen auf 51,7 Millionen. "Wenn die West-LB nicht gewesen wäre, wäre das Ergebnis halt noch besser ausgefallen", sagte Uwe Samulewicz.

Er versprach, dass kein einziger seiner rund 300 000 Kunden Nachteile durch die West-LB habe. Schlechtere Konditionen als die Konkurrenz unter Hinweis auf die Ausgleichszahlungen ließen sich am Markt auch überhaupt nicht durchsetzen. Die Sparkasse werde auch die Gewinnausschüttungen (2007: 4,5 Mio. Euro) für lokale Projekte nicht kürzen.

Ein Grund für die gute wirtschaftliche Situation: Die Wirtschaft brummt. "Wir bleiben der Hauptfinanzier für den Dortmunder Mittelstand", sagte Vorstandsmitglied Norbert Wolf. 1,1 Milliarden (plus 8,5 Prozent) gewerbliche Kredite wurden vergangenes Jahr bewilligt. Mit rund 190 kreditfinanzierten Existenzgründungen liegt die Sparkasse bundesweit auf dem fünften Platz.

Zwar gibt es "fast täglich neue Konkurrenten", sagt Vorstandsmitglied Guido Rohn. Doch die Sparkasse empfängt sie mit breiter Brust. Selbst die so genannten Internet-Direktbanken, die Rohn "Distanzbanken" nennt, weil sie vor Ort nicht präsent sind, haben ihren Schrecken verloren. Die Erfahrung ist, dass der Kunde beim sensiblen Umgang mit dem eigenen Geld die umfassende persönliche Beratung möchte. Wenn gewünscht, auch in den eigenen vier Wänden. Gegenwärtig läuft ein entsprechendes Experiment: Berater der Sparkasse suchen Kunden zu Hause auf. Das Ergebnis sei bisher hervorragend, sagte Rohn. Und so sei durchaus vorstellbar, dass dieser neue Service auf die gesamte Stadt übertragen werde.

Parallel dazu nimmt die Akzeptanz der Elektronik zu: Barauszahlungen laufen nach Auskunft von Vorstandsmitglied Jörg Busatta zu 90 Prozent über Automaten. Und 90 000 Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte über das Internet - mit 9 Millionen Zugriffen auf die Homepage der Sparkasse.

Von Konrad Harmelink

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