Sparkasse Dortmund wächst weiter und baut Sponsoring aus
28.01.2011 | 18:55 Uhr 2011-01-28T18:55:00+0100
Dortmund.Gut 7,5 Milliarden Umsatz 2010. Knapp 100 Millionen Euro Betriebsergebnis. Weitreichender Wachstumskurs. Selten zeigte sich der Sparkassen-Vorstand Dortmund bei seiner Jahresbilanz so tiefenentspannt.
„Wir sind zwar noch lange nicht durch die Finanzkrise“, sagt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Uwe Samulewicz - der Erfolgskurs von Dortmunds erstem Kreditinstitut sei aber unverkennbar. Auch zur Freude von Kämmerer Jörg Stüdemann, der sich über den wohl größten Gewerbesteuerzahler und städtischen Sponsor freuen darf.
Wachstum, Rendite und Risiken - das sei das „magische Dreieck“, in dem sich die Sparkasse bewege. Mit Erfolg, „wir sind stärker gewachsen als erwartet und die Risiken erheblich zurückgegangen“, so Samulewicz. Die Zahlen: Die Bilanzsumme stieg 2010 um 210 Millionen Euro (2,9 %) auf gut 7,5 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen konnte die Sparkasse um 127 Millionen Euro (2,1 %) auf über 6,1 Milliarden Euro erhöhen. Aus Sparkassensicht sehr positiv verlief das Kreditgeschäft mit einem Zuwachs von 365 Millionen Euro (+7,9%) auf knapp 5 Milliarden Euro.
Tue Gutes und rede darüber. Was bei PR-Leuten Dauer-Devise ist, ist bei der Sparkasse gelebte Tradition: Mit mehr als 5 Millionen Euro habe sie 2010 über 500 Projekte unterstützt. Allein bei RUHR.2010 sei ein hoher sechsstelliger Betrag für das Spiegelzelt und Klangvokal geflossen. Mit Blick auf 2011 nur soviel in Sachen Sponsoring: „Es wird mehr werden“, sagt Samulewicz.
Genügend Schutz für Kunden
Thema Kundenschutz, Thema Vorgaben für stabilere Finanzmärkte: „Unsere Kunden muss kein Dritter schützen“, betont Vorstand Guido Rohn. Die Anlageberatung beispielsweise laufe nach festen Kriterien zum Schutz der Kunden ab. Alles werde protokolliert. Es gebe sogar diesbezüglich eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di. Ein großes Thema 2010: die Altersvorsorge. „Neben der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten - wie Riester- oder Rürup-Rente - haben die eigenen vier Wände eine ebenso große Bedeutung“, weiß Rohn. Die Sparkasse baut dabei auf ihre Kunden und die Kunden auf ihr Geld: Private Wohnungsbaudarlehen konnten um 24 Millionen Euro (+ 2,2 %) auf über 1,1 Milliarden Euro ausgebaut werden. Man denke nur an die Ansiedlungen am Phoenix-See und Hohenbuschei. Stichwort Filialen: Über 50 Filialen hat die Sparkasse in den Vororten - und so soll es nach den Einschnitten und Umwandlungen in SB-Filialen auch bleiben. Zudem arbeite man an der Verbesserung der Automatentechnik und Sicherung zum Schutz vor Trickbetrügern.
Neben den rund 300 000 Privatkunden sei die Sparkasse Ansprechpartner Nummer eins für die lokale Wirtschaft und ihre 30 000 Firmenkunden, so Norbert Wolf: Die gewerblichen Darlehensbestände seien um 7,8 % gewachsen auf 1,4 Milliarden Euro. Hinzu kämen mehr als 0,7 Milliarden Euro an gewerblichen Wohnungsbaudarlehen.
0mitdiskutieren