Sparkasse Dortmund mit neuen Girokonto-Angeboten

Die Sparkasse Dortmund stellt ihr Girokontenmodell um.
Die Sparkasse Dortmund stellt ihr Girokontenmodell um.
Foto: Fabian Paffendorf

Dortmund.. Die Sparkasse Dortmund stellt ihr Girokontenmodell um und bietet neben einem Pauschaltarif auch Einzelabrechnungen zu einem günstigeren Monatstarif sowie das kostenfreie Girokonto für Online-Kunden sowie junge Leute bis 24.

„Wir sind dabei, unsere 325.000 Privatkunden anzuschreiben“, kündigt Sparkassen-Vorstand Uwe Samulewicz an. Das Kreditinstitut reagiere auf die geänderte Bankenwelt und will attraktivere Konditionen bieten, damit Kunden nicht zu Instituten abwandern, die überhaupt kein Geld für die Girokontoführung nehmen.

Rein online ist kostenfrei

Zwei Kundenkreise können demnach ab 1. November als Neukunde - oder ab 1. Januar als Bestandskunde - zu einer kostenfreien Kontoführung kommen: Das sind zum einen junge Menschen bis 24. Sie müssen künftig auch keinen Nachweis mehr als Schüler oder Student erbringen. Ebenfalls gratis ist das reine Online-Konto. Wird allerdings doch mal eine beleghafte Buchung gewünscht, schlägt diese mit 2,50 Euro teuer zu Buche.

Die Mehrheit der Sparkassen-Kunden wird sich zwischen einem Girokonto „Basis“ mit einem Grundpreis von 1,95 Euro im Monat sowie kostenpflichtigen Buchungen oder dem Konto „Komfort“ entscheiden. Hierbei werden im Monat pauschal 6,95 Euro abgebucht, womit alle finanziellen Transaktionen abgegolten sind.

„Wir wollen zum einen transparenter werden“, sagt Uwe Samulewicz. „Außerdem wollen wir uns in Dortmund noch ein großes Stück vom Kuchen Girokonto abschneiden.“ Jeder zweite Kunde ist gelegentlich online bei der Sparkasse unterwegs, 20 Prozent ausschließlich. Für diese wird es also demnächst günstig. Samulewicz bezeichnete dies als „Schritt in die moderne Kontowelt“.

Das Immobiliengeschäft ist weiterhin profitabel

Sehr viel „Spaß“ hat der Sparkassen-Vorstand nach eigenen Angaben am Immobiliengeschäft. In einer Zeit, in der die dreijährige Bundesanleihe „praktisch eine zinslose Anlage“ ist, drängen noch immer die Anleger auf den Immobilienmarkt. „Wir werden das erfreuliche Volumen von 2011 wahrscheinlich auch in diesem Jahr erreichen“, skizzierte Samulewicz. Das freut die Immobilienabteilung, die neue Angebote in der Regel nur wenige Wochen im Bestand hat.

Außerdem profitiert die Sparkasse beim Baudarlehen. Fast 180 Millionen beträgt das Volumen der privaten Baufinanzierung. Bei Zinssätzen von historischen Tiefstständen von 1,99 Prozent sei das ein „Eldorado für Finanzierer“. Samulewicz warnt aber: „Auch an die Tilgung denken!“ Kehrseite des Nachfrage-Booms: Die Gebraucht-Immobilie verteuerte sich zuletzt um 18 Prozent.