Sparkasse blickt auf erfolgreiches Jahr zurück
26.01.2012 | 17:17 Uhr 2012-01-26T17:17:00+0100
Dortmund. Sämtliche Kennzahlen der Stadtsparkasse Dortmund im Jahr Fünf nach Beginn der Finanzkrise weisen nur in eine Richtung - nach oben. Die Anleger investieren weiterhin fleißig in Gold und Immobilien.
Dass der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Uwe Samulewicz eine Affinität zum Fußball hat, ist nicht ganz unbekannt. Deswegen spricht er bei der Vorstellung der Bilanz 2011 auch von einer „starken Mannschaftsleistung“, die die rund 1900 Mitarbeiter im vergangenen Jahr hingelegt hätten. Denn sämtliche Kennzahlen im Jahr 5 nach Beginn der Finanzkrise weisen nur in eine Richtung - nach oben.
Die Bilanzsumme des Instituts sei im vergangenen Jahr um 109 Millionen Euro oder 1,4 Prozent auf über 7,6 Milliarden gestiegen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Guido Rohn fügte ein Plus von 124 Millionen (2 %) auf knapp 6,3 Milliarden Euro bei den Kundeneinlagen an. Plus 18,6 Prozent bei Baufinanzierungen und ein „außerordentlich gutes Ergebnis“ beim Goldhandel bewiesen, dass sich die Anleger in schwierigen Zeiten absichern wollen. „Die eigenen vier Wände sind nach wie vor ein Thema“, so Rohn. Wohnbaugebiete wie Hohenbuschei und Phoenix brächten zahlreiche Neukunden. Um 40 Prozent sei das Geschäft mit der Immobilienvermittlung gestiegen. Allerdings gebe es auch einen Anstieg bei der Wertpapieranlage von 8,7 Prozent.
Mit neuer Karte im Vorübergehen bezahlen
Norbert Wolf, fürs Firmenkundengeschäft zuständig, wählte ebenfalls den Superlativ für die Beschreibung des abgelaufenen Geschäftsjahres. Das Kreditgeschäft „hat Drehzahlen aufgenommen wie noch nie“. Wofür das Plus von 7,6 Prozent oder 375 Millionen Euro spreche. Die Summe insgesamt: 5,3 Milliarden Euro. „Wir erfüllen jeden vertretbaren Wunsch“, meinte er, „allerdings muss auch die Qualität des Vorhabens stimmen.“ „Für die mittelständische Wirtschaft wird es auch in der Zukunft keine Engpässe im Kreditbereich geben“, schloss sich Uwe Samulewicz an.
Der Vorstandschef nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die personelle Situation zurückzukommen. Bislang habe die Sparkasse Dortmund etwa 45 bis 50 Auszubildende jährlich eingestellt. „Diese Zahl schrauben wir jetzt auf 60“, meinte er. Die Übernahmequote der Lehrlinge liege zwischen 95 und 100 Prozent. Darüber hinaus habe man im vergangenen Jahr noch 30 Fachkräfte zusätzlich eingestellt.
Vorstandsmitglied Jörg Busatta wies auf erste Ergebnisse mit der Kontaktlos-Technologie hin. Studenten der Uni und FH benutzten 35.000 Hochschulkarten, mit deren Hilfe kleinere Beträge und Einkäufe kontaktlos bezahlt werden können. Zahlen im Vorübergehen, die Karte kann in der Tasche bleiben, muss nicht mehr durchs Lesegerät gezogen werden. Er ist sicher, dass die Technik bald die herkömmlichen Karten mit Magnetstreifen ersetzt.
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