Sozialgericht Dortmund sitzt auf 21.566 Fällen

Nur langsam werden die Aktenberge beim Sozialgericht Dortmund abgebaut. Die Verfahren, die länger als ein Jahr auf ihre Erledigung warten, betragen zurzeit 32 Prozent, in den letzten Jahren waren es über 40 Prozent.
Nur langsam werden die Aktenberge beim Sozialgericht Dortmund abgebaut. Die Verfahren, die länger als ein Jahr auf ihre Erledigung warten, betragen zurzeit 32 Prozent, in den letzten Jahren waren es über 40 Prozent.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Wer heute eine Klage vor dem Sozialgericht Dortmund stellt, muss im Schnitt 16,2 Monate auf einen Entscheid warten. Es gibt einen kleinen Lichtblick.

Dortmund.. Wer heute eine Klage vor dem Sozialgericht Dortmund stellt, muss durchschnittlich 16,2 Monate auf einen Entscheid warten. Das Gericht schiebt einen Berg von über 21.000 offenen Verfahren vor sich her. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick.

Die Zahl der offenen Verfahren ist im Jahr 2015 (21.566 Bestände) gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (22.013). Neu eingehende Klagen seien weniger geworden, "aber wir haben auch eine höhere Erledigungsquote im Verhältnis zu den Eingängen", sagt Anita Schönenborn, Präsidentin des Dortmunder Sozialgerichts.

Eilsachen benötigen im Schnitt anderthalb Monate

Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug im letzten Jahr 16,2 Monate, bei Hartz-IV-Klagen 15,4 Monate. Eilsachen wurden in knapp anderthalb Monaten entschieden. Auch alte Verfahren werden seit einem Jahr vorrangig erledigt, um auf Dauer die Verfahrenszeiten zu senken.