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Solide, keine Effekthascherei

27.06.2008 | 19:37 Uhr

"Zurückhaltend, ruhig und dauerhaft" - so beschreibt Kaspar Kraemer den Entwurf für die Fassade der geplanten Stadtgalerie auf der Thierbrache. Kraemers Kölner Achitekturbüro hat den Fassadenwettbewerb für die Einkaufsgalerie gewonnen. ...

So soll der Ausblick im Jahr 2011 von der Hansastraße zur Silberstraße sein: Eine Natursteinfassade hat der Fassadenwettbewerbssieger vorgesehen. Die oberen Parkdecks sollen eine messingfarbene Metallgitterabdeckung erhalten.

... "Jetzt kann es richtig losgehen", gab Andreas Fuchs, beim Projektentwickler ECE verantwortlich für Architektur, gestern das Startzeichen für das Projekt. Ab dem 22. Juli - dann werden die erfolgreichen Arbeiten des Fassadenwettbewerbs für vier Wochen öffentlich im Rathaus zu sehen sein - können sich interessierte Bürger von den Entwürfen überzeugen.

Öffentlichen Raum klar strukturieren

Zehn namhafte Büros waren zur Teilnahme am Fassadenwettbewerb aufgefordert worden. Acht Stunden lang beriet die Jury unter Vorsitz des Freiburger Architekten und Stadtplaners Prof. Klaus Humpert am Donnerstag. Nach intensiver und streckenweise lebhaft kontroverser Diskussion votierte eine deutliche Jury-Mehrheit für den Entwurf aus dem Büro Kraemer, der gesten auch von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer wegen seiner "gelungenen Integration der Fassade in das vorhandene Stadtgefüge" gelobt wurde und der mit 11 500 Euro Preisgeld belohnt wird. So wie am Berlet-Haus soll Naturstein die Außenhaut der Stadtgalerie bilden. Gekrönt hat Kraemer seinen Entwurf mit einer messingfarbenene Metallgitterverkleidung, hinter der Parksdecks vorgesehen sind.

Kraemer, der bereits an vier ECE-Wettbewerben teilgenommen hatte und das Unternehmen seit 16 Jahren kennt -"wir wurden immer Zweiter" - unterstrich, dass man "kein effekthascherisches Superzeichen als Hülle" wollte, sondern stattdessen eine solide Lösung, die "den öffentlichen Raum klar strukturiere". Das Berlet-Haus repräsentiere die Grundidee, die man aufgreife. Das Berlet-Haus im Norden und das Thier-Verwaltungsgebäude am Hohen Wall werden durch eine "Glasfuge" über der Silberstraße verbunden. Fußgänger und Radfahrer sollen weiter die Silberstraße passieren können - für Autos wird die Silberstraße gesperrt.

Kraemer hofft, dass sein Entwurf auch realisiert wird. Das hängt von ECE ab, für die Andreas Fuchs unterstrich, dass das hauseigene Architektenteam mit Hochdruck an der Arbeit sei, um die Innenwelt des Zentrums zu planen.

Der weitere Zeitplan: Der Rat soll sich nach der Sommerpause mit dem Ergebnis des Fassadenwettbewerbs verfassen. Im ersten Quartal 2009 sollen die Bebauungs-planunterlagen öffentlich ausgelegt werden. Wenn keine gravierenden juristischen Probleme auftauchen, könnte die Baugenehmigung zu Ostern 2009 erteilt sein. Im Sommer nächsten Jahres sollen Abrissarbeiten beginnen. Mit dem Baustart rechnet ECE imHerbst 2009. Die Bauzeit istauf zwei Jahre geplant. Im

Dortmunder Büros gingen leer aus

Herbst 2011 will ECE die Stadtgalerie öffnen.

Auf Platz zwei im Fassadenwettbewerb kam das Architekturbüro ASP in Hamburg (8500 Euro), auf Platz drei das Büro Schomers, Schürmann aus Bremen. Die drei Wettbewerbsteilnehmer aus Dortmund - das Gerber-Architekten, stegepartner und Schroeder Schulte-Ladbeck gingen leer aus.

Von Klaus Buske

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