Solaranlagen in der Warteschleife

Stefan Schlepütz plant zwei große Solaranlagen.
Stefan Schlepütz plant zwei große Solaranlagen.
Foto: Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Die Bezirksregierung muss das Projekt noch genehmigen. Vor Herbst wird es keinen Baustart für zwei große Solaranlagen in Dortmund geben.

Dortmund.. Die Initiatoren der beiden für Grevel und Deusen geplanten Solaranlagen rechnen mit einem Baustart nicht vor Herbst. „Frühestens im Oktober“, so Stefan Schlepütz, Geschäftsführer von Solarplus, wird es losgehen.

Schlepütz, der inzwischen die umfangreichen Unterlagen für die Genehmigung bei der Arnsberger Bezirksregierung zusammen hat und den Antrag auf den Weg bringen will, ist über die Verzögerung gar nicht mal so traurig. - wegen der bundespolitischen Unsicherheiten. Erst hieß es am 11. Mai, der Bundesrat stoppt die Kürzungen der Solarstromvergütung, dann verhandelte der Vermittlungsausschuss. Der gab kürzlich bekannt, dass wesentliche Verbesserungen erzielt worden seien. Schlepütz: „Leider hat sich für unsere Großanlage aber gar nichts verbessert, denn es bleibt bei einer Einspeisevergütung von 13,5 Cent/kWh rückwirkend ab dem 1.4.2012.“

Vergütung sinkt monatlich

Zudem sinkt diese Vergütung monatlich um 1 Prozent. Sie liegt im Oktober also bei 12,71 Cent. „Diese Entscheidung wird großen Einfluss auf die Entwicklung der Modulpreise in den nächsten Monaten haben.“ Für die Dauer des Genehmigungsverfahren kann Solarplus jetzt also noch diesen Markt weiter beobachten.

Nach Auskunft von Schlepütz, schreiten die Planung der Solaranlagen auf den alten Dortmunder Deponien weiter voran. Es werden physikalisch getrennte Blöcke zu je 30 kW gebaut, die von einzelnen Bürgern erworben werden können. Diese Blöcke umfassen das Untergestell, die Solarmodule, die Verkabelung und einen Wechselrichter.

"Kaufpreis wird unter 40.000 Euro liegen"

Die Wirtschaftlichkeit dieser grünen Geldanlage, so Schlepütz, hänge nicht nur vom Anlagenpreis ab. Ebenso wichtig seien die Folgekosten für Versicherung, Flächenmanagement und die Höhe der Einspeiseerlöse. „Den Preis für einen 30 kW-Block können wir noch nicht verlässlich angeben, da die Preise für Solarmodule weiter stark in Bewegung sind und eine Abschätzung auf Monate im Voraus unmöglich ist.“ Möglicherweise gibt es auch Auflagen aus Arnsberg. Aber: Der Kaufpreis wird unter 40.000 Euro liegen. Diese Investitionssumme ließe sich über ein Solarförderdarlehen refinanzieren, so Schlepütz.

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