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Giftskandal

Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet

06.08.2010 | 18:20 Uhr
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
Der Giftskandal rund um Envio in Dortmund: Diese dreiköpfige Familie wurde duch PCB in der Arbeitskleidung des Familienvaters vergiftet. WR-Bild: Ralf Rottmann

Dortmund/Lünen.Ein dreijähriger Junge ist das jüngste Opfer des Umweltskandals um den stillgelegten Entsorger Envio. Nico (alle Namen von der Redaktion geändert) hat PCB im Blut, ein Gift, das Krebs auslösen kann. Sein Vater hat es mit nach Hause gebracht – ahnungslos. Auch die Mutter ist vergiftet. Die Westfälische Rundschau stieß bei einer Akteneinsicht im Landesumweltamt auf den Fall. Die Stadt Dortmund ging damit nicht an die Öffentlichkeit. Das Protokoll eines Familiendramas.

Die Schneiders aus Lünen. Kerstin (26) hilft in einer Arztpraxis. Martin (28) ist Schweißer, Leiharbeiter beim PCB-Entsorger Envio im Dortmunder Hafen. Ein dreckiger Knochenjob. „Ich bin zwischen alten Rohrleitungen rumgekrochen. Da war Staub ohne Ende“, erinnert er sich. Arbeitskleidung wird nicht gestellt, weder von Envio, noch von der Zeitarbeitsfirma. Also trägt er eigene Sachen. „Die klebten und stanken schon nach einem Tag erbärmlich.“ Wenn seine Frau die Montur in der Waschküche auspackt, steht sie in einer Nebelwolke. Dass es giftiger Nebel ist, weiß sie nicht. Und denkt sich deshalb nichts dabei, die Sachen des Sohnes mit in die Trommel zu werfen: Nicos Unterwäsche, seine T-Shirts, Pullis, Schlafanzüge.

Infobox
Landesregierung feilt am Arbeitsschutz

Betroffen und entschlossen reagiert die neue Landesregierung auf den Giftskandal.

Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) wollen „einen hohen sechsstelligen Betrag“ für die sofortige Gesundheitsbetreuung von nicht abgesicherten Betroffenen bereitstellen. Nach WR-Informationen sind 500 000 Euro angesetzt.

„Ein erschütternder, in höchstem Maße tragischer Fall“ – Dr. Wilhelm Schäffer (SPD), Staatssekretär im Arbeitsministerium, fühlt mit der PCB-belasteten Lüner Familie. Deren Schicksal verpflichte zu „Hilfe und Lehren“, so Schäffer. „Die Familie können wir nicht alleine lassen.“

Der Fall zeige auch „den großen Verbesserungsbedarf beim Arbeitsschutz“. „Hier werden wir ansetzen, gerade auch in der Zeitarbeit“, kündigt der Staatssekretär an.

Die böse Ahnung bricht am Abend des 26. Juni herein. Auf einer Envio-Betriebsversammlung erfährt Martin Schneider, dass sein Körper mit PCB verseucht ist. Ein Giftwert liegt 300-fach über der Norm. „Die Wäsche!“ schießt es seiner Frau durch den Kopf. „Mein Gott, Nico...“ Sofort ruft der Vater beim Gesundheitsamt an, bittet um einen Bluttest für Frau und Sohn – und wird abgewimmelt. Der Mann am anderen Ende sieht „keine Veranlassung dazu“. Als die WR sich einschaltet, klingt das anders. Eine Untersuchung der Restfamilie sei „zweifelsohne Pflicht“, meint Amtsleiterin Dr. Annette Düsterhaus.

Tapfer bei der Blutabnahme

Eine Woche darauf: Blutabnahme. Nico ist tapfer. Neun Tage später braucht seine Mutter all ihren Mut. Die Befunde sind da. Sie fallen nicht gut aus. „Alle Alpträume werden wahr“, denkt Kerstin, als sie erkennt: „Auch wir sind vergiftet, Nico noch schwerer als ich.“ Bei vier PCB-Verbindungen liegt er über den Referenzwerten. Eine Zahl macht besonders Angst: die hohe Konzentration von PCB 118, einem dioxinähnlichen Gift. 0,31Mikrogramm davon hat Nico in jedem Liter Blut, fast soviel wie einige Envio-Arbeiter. Eine Riesenmenge für einen Zwerg. Was es für ihn bedeutet, weiß niemand. Es gibt keine Richtwerte für Dreijährige.

„Die Konzentration ist auffällig hoch“, sagt Knut Rauchfuss, Arzt im Landesumweltamt. Und: „Die Belastung ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass sie von Envio stammt.“ Das weiß die verzweifelte Familie. Mehr erfährt sie nicht. Unwissen kann ein Nervengift sein. Es wirkt schon. Das junge Paar ist wie gelähmt. „Nichts ist mehr so, wie es war. Du schläfst damit ein und wachst damit auf“, sagt Kerstin Schneider. „Dein Kopf wird krank. Nur Gedanken. Mein Vater ist gestorben, mein Mann krank, mein Kind auch. Wen verliere ich jetzt?“ Martin nimmt sie oft in den Arm. Wenn er nicht selbst eine Schulter braucht. Wie sehr er leidet, verrät seine Frau: „Ich kann nicht darüber reden, wenn mein Mann sagt, dass er stirbt…“

Wut wegen Schweigen

Wut kommt hoch, wenn sie an die Stadt denkt. Dass sie die Vergiftung des Dreijährigen verschwieg, schürt Misstrauen. Das Gesundheitsamt beruft sich auf den Datenschutz. „Wir hätten die Ergebnisse später nach außen kommuniziert, sobald die Leute nicht mehr zu entschlüsseln wären“, sagt Verwaltungsleiter Holger Kessling. „Andere Eltern wollen doch auch wissen, welche Gefahren ihren Kindern drohen“, kontert Kerstin Schneider und sieht sich bestätigt: „Sie spielen alles herunter, wie damals.“

Das Schreiben, mit dem die Stadt die Blutwerte übermittelte – ein Standardtext, gleiche Worthülsen für alle, juristisch abgeklopfte Redewendungen: „…leicht erhöhte PCB-Werte…keine Auswirkungen auf Ihre Gesundheit…Befunde gut aufbewahren…“ Nein, diesem Amt glauben sie nichts mehr. „Die hätten uns doch gar nicht untersucht. Dann wäre Nico vielleicht todkrank geworden und keiner hätte geahnt, dass…“ – zu Ende spricht die Mutter den Satz nicht.

„Diffuse Ängste“

„Wir wollen nur die Wahrheit wissen“, sagt sie. Nächste Woche könnte sie ihr ein Stück näher kommen. Dann stehen Dioxin- und Furanuntersuchung im Uniklinikum Aachen an – für alle Drei. Prof. Dr. Thomas Kraus weiß, was auf ihn zukommt. „Diese Menschen haben diffuse Ängste. Sie wissen nicht, was kommt“, sagt der Chef des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin. „Jede Information hilft da weiter.“ Eine medizinische Prognose sei erst nach intensiven Tests möglich.

Das Warten frisst Nerven. Es kann Jahrzehnte dauern. Ende offen. „Man sieht das Leben mit anderen Augen. Wir genießen jetzt viel mehr“, sagt Kerstin Schneider und wünscht sich nur, „dass alles gut wird“. Noch einer Familie wünscht sie etwas: „den Neuperts“. Dr. Dirk Neupert ist Chef der Giftfirma Envio, die Menschen und Umwelt verseucht hat. „Er hat eine Tochter, die wahrscheinlich gesund ist. Vielleicht versetzt er sich mal in unsere Lage. Vielleicht denkt er danach mehr an Menschen als an Geld.“

Klaus Brandt

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Kommentare
10.08.2010
20:19
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von vaikl | #79

@ #72

Wenn die medizinischen Aussagen über nicht vorhandene Therapien wissenschaftlich unkorrekt sein sollen, dann gibt es garantiert wissenschaftlich korrekte (!) Aussagen für die These des CSN.

An dieser Stelle sollten wir aber nicht den Fehler machen, durch einfaches Kopieren von Blogeinträgen einen für die Betroffenen völlig sinnlosen Thesen-Krieg anzuzetteln.

Jeder Betroffene kann sich direkt ans CSN wenden, um dort die für ihn sinnvollen Informationen zu erhalten. Pauschale Aussagen ala Mobilisierung von PCBs im Körperfett sind in diesem Stadium der Diagnose aber weder wissenschaftlich noch zielführend.

10.08.2010
19:28
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Hans Laufenberg | #78

@vaikl:

Ihr Zitat:
Fakt ist, dass es nach derzeitigem medizinischem Wissensstand keine Therapie, also auch keine Entgiftungs-Therapie gegen eine PCB-Kontamination gibt.

Hinweisen möchte ich auf einen Beitrag im Forum von CSN (Chemical Sensitivity Network)

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/03/envio-pcb-skandal-die-opfer-stehen-im-regen/

Auszug:

Die Aussage “Entgiftung von PCBs nicht möglich” ist wissenschaftlich unkorrekt.

Auch die zweite Aussage der Dortmunder Gesundheitsamtsleiterin gegenüber DER WESTEN – es gäbe keine Therapiemöglichkeiten bei einer PCB-Anreicherung im Körper – ist eine Fehlinformation, die Betroffene in die Irre führt.

PCBs kann man sehr wohl entgiften, wenn auch mit einem gewissen Aufwand.

Um dies zu belegen führt die CSN-Präsidentin Prof. Dr. William J. Rea an, einer der Mitbegründer der Umweltmedizin und erster Professor für Umweltmedizin weltweit.
Der Experte für Chemikalienschädigungen und Chemikaliensensitivität legte in seinem vierbändigen Buch „Chemical Sensitivity“ dar, dass man PCB’s sehr wohl entgiften kann.
Prof. Rea bezieht sich unter anderem auch auf die Angaben eines deutschen Umweltmediziners (Dr. Thomas Meyn). In einer Tabelle, in dem als Standardwerk geltenden Fachbuch, werden die PCB-Werte von 60 Patienten vor und nach einer Entgiftungsbehandlung angegeben.
Eine Kombination von spezieller Saunaentgiftung und begleitendem Körpertraining führte zur Mobilisierung von PCBs im Körperfett, wodurch sich die PCB Werte der Patienten im Schnitt um fast die Hälfte reduzierten.
Rea berichtet in seinem Buch weiter, dass 100 seiner Klinikpatienten, die mit PCB und PBB belastet waren, nach einer Entgiftung in einer Temperaturkammer 64-75% Reduzierung der PCB-Belastung und ihrer Beschwerden aufweisen konnten.
Bei einer dokumentierten Gruppe von 1000 Patienten reduzierte sich deren Belastung im Schnitt um 71%.

Empfehlenswerte Bücher mit Hintergrundinformationen und Tipps bezüglich der Problematik von Chemikalienbelastungen:

Wenn Gifte auf die Nerven gehen (Klaus Dietrich Runow -Sücwest-Verlag)

Chronisch krank durch Chemikalien (Hans- Ulrich Hill – Shaker Verlag Aachen)

10.08.2010
18:01
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von vaikl | #77

@ #70
Hilfen für eine notwendige Entgiftung werden sie dort sehr wahrscheinlich nicht bekommen.

Den Betroffenen hilft jetzt weder Verharmlosung noch Dramatisierung. Fakt ist, dass es nach derzeitigem medizinischem Wissensstand keine Therapie, also auch keine Entgiftungs-Therapie gegen eine PCB-Kontamination gibt.

PCB lagern sich im Fettgewebe ab und sind je nach Variante dort sehr lange zu finden. Eine Möglichkeit, diese als Erwachsener rasch loszuwerden, bestände zynischerweise nur über die Muttermilch.

Was gemacht werden muss und kann, ist ein sog. Bio-Monitoring, bei dem über einen möglichst langen Lebenszeitraum immer wieder Blutwerte und andere Faktoren über den Zustand innerer Organe, der Haut und die Funktionen des Nervensystems kontrolliert werden.

Niemand kann den Betroffenen vorhersagen, ob und wann welche gesundheitlichen Schäden auftreten, aber man kann diese so frühzeitig entdecken, dass rechtzeitige Behandlungen mit sehr hoher Heilungschance möglich sind.

10.08.2010
17:12
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Hans Laufenberg | #76

@ die Mutter

Leider haben viele Vergiftete die Erfahrung gemacht, dass man, anstatt ihnen zu helfen, ihnen psychiatrische Diagnosen gestellt hat.

Als Therapie wurden Psychotherapien empfohlen, um mit den Ängsten usw. besser umgehen zu können.

Ihre schlimmen Erfahrungen hat erst kürzlich eine Vergiftete Inge Kroth) auf ihrer Website veröffentlicht..

www.gifte-am-arbeitsplatz.de

Wieso stellt eine 81-jährige noch eine eigene Webseite ins Internet?

Inge Kroth –
Die Antwort ist: Weil ich etwas zu sagen habe und das Unrecht nicht hinnehmen will, das tausenden von Menschen jährlich angetan wird.
Meine Webseite heißt:
www.gifte-am-arbeitsplatz.de

Die Hilfe im Institut für Arbeitsmedizin soll wahrscheinlich darin bestehen, dass man ihnen anbietet, auf deren Kosten weitere Blutuntersuchungen zur Kontrolle durchzuführen.

Hilfen für eine notwendige Entgiftung werden sie dort sehr wahrscheinlich nicht bekommen.

10.08.2010
14:49
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Die Mutter | #75

Ich lasse mein Kind auf keinen Fall alleine und schon gar nicht lass ich Ihn Psychisch untersuchen, dass macht ihn doch erst krank.
Er ist nicht psyichisch krank, er ist vergiftet.

Wie meinen Sie? Was für tricks?
Dachte da bekommt man hilfe und wird nicht irgendwie Psychischkrank geschrieben!?
Oder hab ichdas falsch verstanden?

10.08.2010
14:18
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Hans Laufenberg | #74

Seien Sie auf der Hut, lassen Sie sich vor allen Dingen nicht auf eine psychiatrische Untersuchung von Kind und Eltern ein.

Auch sollten Sie eine weitere Begleitperson als Zeuge mitnehmen - nicht nur den Ehemann.

Die haben nämlich die tollsten Tricks.

Es gibt sogar diesbezüglich einen konkreten Fall eines Kindes, das durch Schadstoffe in einem Schulgebäude erkrankt war..
Dieser Fall wurde mir vor einigen Jahren durch Zufall zugetragen.

Im Zuge einer Klage wurde vom Gericht Prof. Kraus als Gutachter beauftragt.

Auf Veranlassung von Prof. Kraus sollte das Kind zunächst 3 Tage lang in der RWTH Aachen pschyiatrisch untersucht und einen halben Tag neurologisch untersucht werden.
Die Eltern sollten sich ebenfalls einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen.

Das haben die Eltern jedoch abgelehnt.


Da gibts nämlich dann so Diagnosen wie:
Fixierung - Chemophobie (Angst vor Chemikalien)

Auch bei Gesundheitsämtern kann ein Chemikalienerkrankter die tollsten Überraschungen erleben.
Auch dort sollte man nicht blauäugig hingehen.

Am besten ist ein Arzt des Vertrauens, auf den man auch ein Anrecht hat.

Ein empfehlenswerter Arzt wäre ein Umweltmediziner aus der Gruppe der Ärzte vom dbu. (www.dbu-online.de)

Wenn Interesse besteht, kann eine gute Adresse weitergegeben werden.
Dieser Arzt hat sogar Kassenzulassung.

10.08.2010
11:47
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Die Mutter | #73

Ich bin auch gespannt was Aachen dazu sagt...

09.08.2010
20:55
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Hans Laufenberg | #72

Das fand ich in einem Forum des Netzwerks von CSN (Chemical Sensitivity Network):

http://www.csn-deutschland.de/forum/showthread.php?id=13938&eintrag=20

Envio - Größter PCB-Skandal Deutschlands - 09.08.2010,
Der 3-jährige Sohn eines Envio Mitarbeiters ist ebenfalls PCB belastet.
.
Ziemlich logisch und es werden noch weitere Kinder sehr stark belastet sein, denn
die Envio Mitarbeiter mussten ihre Arbeitskleidung mit nach Hause nehmen zum Waschen.
Andere haben ihre Kleidung vielleicht in eine Wäscherei gebracht und dadurch können
Ahnungslose ihre Wäsche kontaminiert haben.

Die US Behörde OSHA hat Leitlinien, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen,
wenn Arbeitskleidung kontaminiert ist.

Ein Link zu OSHA in dem erklärt wird wie vorzugehen ist:

http://www.osha.gov/pls/oshaweb/owadisp.show_document?p_table=INTERPRETATIONS&p_id=22377

Gefährlich sind auch die Trocknerstäube.
-Envio - Größter PCB-Skandal Deutschlands - 09.08.2010,

Da wird noch einiges an negativen Meldungen nachkommen.
Dass die Behörden verharmlosen und von Blutuntersuchungen bei Kindern abraten,
wundert mich nicht. Wir alle wissen ja, wie vertuscht wird ohne Ende.
UNS gibt es ja auch nicht, auch Professoren von Universitätskliniken
blasen bekanntlich ins gleiche Horn.

09.08.2010
14:17
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von Hans Laufenberg | #71

@vaikl

Ein Glück, dass es solche Netzwerke gibt.

09.08.2010
00:29
Sohn (3) von Envio-Mitarbeiter mit PCB vergiftet
von vaikl | #70

@ #65 Laufenberg

Wir werden es verfolgen. Selbst die BG weiß, dass Ergebnisse und Schlüsse ihrer arbeitsmedizinischen Untersuchungen jetzt nicht mehr im Hintergrundrauschen der Medien verschwinden werden, so dass erst gar keine Kritik laut werden kann.

Während in anderen Fällen die Betroffenen erst nach jahrelangen persönlichen Auseinandersetzungen den Weg in die Öffentlichkeit wagen, stehen sie hier schon lang vorher in Alarmbereitschaft, was die Arbeit der Mediziner angeht. Die Netzwerke sind dazu schon geknüpft.

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