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So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus

03.12.2012 | 19:00 Uhr
Offener Protest gegen die Statistik: Die BVB-Fans zeigten ihren Unmut.Foto: Getty Images

Dortmund.   Jedes Jahr veröffentlicht die Polizei aktuelle Zahlen über Gewalt in Fußballstadien. Daraus entwächst stets eine Debatte über Sicherheit. Nachdem zunächst der Tenor "Es gab noch nie so viel Gewalt rund um Fußballstadien" war, ist nun eine Debatte über die Aussagekraft der ZIS-Statistik entflammt.

Mehr Verletzte, mehr Strafverfahren, viel mehr Arbeitsstunden für die Polizei: Die aktuelle Statistik zur Gewalt im Fußball, die von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für die Saison 2011/12 nun veröffentlicht wurde, zeichnet ein düsteres Bild. Doch die vermeintlich besorgniserregenden Zahlen liefern mehr Fragen als Antworten. Statt einer neuen Debatte um die Sicherheit in Fußballstadien ist nun eine Debatte um die Aussagekraft dieser Statistik entflammt.

Ausgelöst wurde dies insbesondere durch einen offenen Brief des Bündnisses aktiver Fußballfans (B.A.F.F.), das diese Statistik anprangert und die damit verbundene Diskussion als „Hysterie“ und als Grundlage für das „Klima der Verteufelung von Fußballfans und Ultras“ bezeichnet.

Randale bei Revierderby

Das Bündnis aktiver Fußballfans wollte es nicht bei ihrer Kritik an der neuen Statistik zur Gewalt in Fußballstadien belassen. Sie stellte Fragen. Fragen, die Licht ins Dunkeln bringen sollten, das die Zahlen zuvor hinterlassen haben. Die zur WAZ-Mediengruppe gehörende Westfälische Rundschau leitete diese an die zuständige Behörde, die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), weiter – und erhielt erstaunliche Antworten.

Statistik ohne Aussagekraft

1142 Verletzte zählte die ZIS in der zurückliegenden Saison 2011/12. Dies ist ein deutlicher Anstieg zur Vorsaison (846). Aufgeschlüsselt zeigt sich: Unter den Verletzten waren 235 Polizeibeamte (Vorsaison: 243), 393 „Unbeteiligte“ (344) sowie 514 Fußballfans – sogenannte „Störer“. Letztere Zahl ist im Vergleich zur Vorsaison (259) fast um das Doppelte gestiegen. Stellt sich die Frage: Wer hat diese Verletzungen verursacht? Die Antwort der ZIS: Die Daten über Verursacher werden nicht erhoben. Dann eben anders: Gegen wie viele der verletzten Fußballfans wurde ein Strafverfahren eingeleitet? Die Antwort der ZIS: Die Daten werden nicht erhoben. „Natürlich ist es interessant, wie Verletzungen zustande kommen – ob durch Pfefferspray oder den Knüppel der Polizei oder rivalisierende Fangruppen“, sagt Fan-Anwalt Tobias Westkamp .

8143 Mal leitete die Polizei ein Strafverfahren ein. In der Saison zuvor waren es noch unter 6000. „Wichtig ist doch zu wissen, wie viele mangels Tatverdacht wieder eingestellt wurden“, sagt Westkamp. Schließlich könnten nur diese als Straftat gezählt werden. Deshalb stellten wir auch diese Frage der ZIS. Sie ahnen es: Diese Daten werden nicht erhoben.

Randale bei BVB 2 - KSC

  7 298 Mal zog die Polizei Fußballfans vorübergehend aus dem Verkehr. Dies waren damit 1137 freiheitsentziehende Maßnahmen mehr als in der Vorsaison. Allerdings: In Liga eins und zwei sind diese Zahlen fast gleich geblieben (plus 1 Prozent). Lediglich in internationalen Wettbewerben sind die Freiheitsentzüge explodiert. Allein bei internationalen Spielen haben sie sich mehr als verdreifacht und haben die Gesamtzahlen somit deutlich beeinflusst.

Polizei beklagt Überstunden

1,88 Millionen Einsatzstunden hat die Polizei abgeleistet. Im Jahr zuvor waren es „nur“ 1,56 Millionen Stunden. Was unter den Tisch fällt: Die Einsatzzeiten in der Bundesliga haben sich sogar verringert. Jedoch verdoppelten sie sich in der Zweiten Liga sowie in den internationalen Wettbewerben.

Bundesliga
CDU-Politiker Bouffier fordert "Sicherheits-Euro" von Fans

Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU) will für die Sicherheit in und um Fußballstadien die Fans zahlen lassen. In einem Interview schlug er vor, dass jeder Fan freiwillig einen Euro mehr zahlt als die Eintrittskarte regulär kostet. Aus der Bundesliga erntet der Politiker dafür heftigen Gegenwind.

18,7 Millionen Besucher und damit 1,3 Millionen mehr (!) als in der Vorsaison waren 2011/12 anlässlich der 757 Partien im Stadion. Demnach betrug der Anteil der Verletzten gerade einmal 0,0051 Prozent. „Das Fußballstadion ist der sicherste Ort der Republik. Die Wucht der Debatte damit auch nicht nachvollziehbar“, resümierte Fan-Anwalt Tobias Westkamp. Kriminologie-Professor Thomas Feltes von der Ruhr-Universität Bochum geht im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn ich mit dem Auto zum Stadion fahre, ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, wesentlich größer als die Gefahr, beim Fußballspiel selbst Opfer zu werden.“

Übrigens: Die Westfälische Rundschau fragte zudem bei der ZIS nach, ob sich etwas an der Datenerhebung ändern würde, ob die Kritik künftig zu einer detaillierteren und damit aufschlussreicheren Statistik führen würde. Diesmal erhielten wir eine inhaltliche Antwort. Nämlich: nein.

Dennis Betzholz


Kommentare
14.12.2012
01:46
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von Pitter1 | #32

Danke, als Polizist reicht mir dieser Artikel. Ich weiß, mit welchen Idioten ich es beim Einsatz während eines Fußball- oder Eishockeyspieles zu tun habe. Auch habe ich in den letzten Jahren mehrmals erkennen müssen, wie tatsächliche Einsätze völlig falsch in der Presse wiedergegeben werden, offensichtlich aus heuchlerischen Gründen. Das war mit ein Grund, warum ich immer weniger Fernsehen geguckt und Zeitungen gelesen habe. Man kann es nicht ernst nehmen.
Es geht hier nur um werbewirksame Dinge.
Deshalb melde ich mich auch vom Newsletter ab, desweiteren störte mich schon immer die nervende Werbung.
Journalismus hat wohl mit anderen Dingen zu tun.

05.12.2012
08:28
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von KTBaumann | #31

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/jugendgewalt-auf-dem-fussballplatz-gewalt-auf-dem-fussballplatz-ist-keineswegs-ein-minderheitenproblem/7477430-2.html

Draufklicken, lesen und den Unterschied zur WAZ suchen.

1 Antwort
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von LPisbest | #31-1

Der Unterschied ist, dass es in dem Artikel der WAZ um Fangewalt. Im dem Artikel des Tagesspiegels geht es aber um Gewalt von Spielern gegenüber Schiedsrichtern, ganz einfach.

05.12.2012
06:58
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von msdong71 | #30

Ich halte es nicht für sinnvoll die Gesamtangebot der Besucher als Grundlage der berechneten Sicherheit zu nehmen. Die Anzahl der individuellen Besucher von Fußball Veranstaltern ist ja wohl deutlich geringer. Wenn man dann noch verschiedene Bereiche im Stadion auf Gefahren untersucht wird das Ergebnis bestimmt noch deutlicher :D

05.12.2012
01:49
@chrissi1848 | #27
von vaikl2 | #29

Nur interessehalber gefragt: Wenn Sie Auswärtsspiele auch gern mit touristischen Möglichkeiten verknüpfen wollen, was hält Sie dann davon ab, *nicht* die Sonderzüge zu nutzen und evt. Ihren Schal nur für den Stadionauftritt zu reservieren?

Sind das die günstigen Bahntarife der Away-Kondition Ihres Vereins oder doch eher Gruppenzwänge, die Sie immer die gleichen Rituale durchleben lässt?

Wenn Sie im Gefolge eines Fan-Trosses - mit "historischer Relevanz" für eine polizeiliche Kontrolle - eine individuelle, neutrale Beurteilung durch die Polizei wünschen - ist Ihnen bewusst, dass Sie damit einer "Durchleuchtung" aller so anreisenden Fans im Vorfeld Tür und Tor öffnen?

1 Antwort
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von Mell234 | #29-1

Zum einen gibt es kaum noch Sonderzüge. Es ist absolut gang und gebe, dass man als Gästefan, wenn man mit dem ganz normalem Regelzug zum Auswärtsspiel, in welchem Heimfans aus dem Umland und Gästefans GEMEINSAM anreisen, am Bahnhof plötzlich getrennt und wie Vieh behandelt wird, wenn man als Gästefan (= Potentieller Terrorist) erkannt wird. Etwas zu essen kaufen? Auf Toilette gehen? Nur, wenn die Staatsmacht nicht schlecht gelaunt ist. Man soll seinen Schal verstecken, weil man die Stadt betreten möchte? Warum? Weil Polizisten einen als Fußballterroristen gebrandmarkt haben? So ein Blödsinn! Es muss endlich in die Hirne der Polizei rein, dass die Unschuldsvermutung für JEDEN gilt und somit auch für die Gästefans! Wer sich friedlich benimmt und nicht negativ auffällt, für den sollte es eine SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT sein, dass er sich frei bewegen und die Stadt erkunden darf.

Dem ist in Deutschland aber leider nicht so.

05.12.2012
01:27
@platschboehm | #26
von vaikl2 | #28

Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass die Polizei-Verantwortlichen den Umgang mit Statistiken und Analysen noch immer lernen müssen, aber ich bleibe ebenso dabei, dass der jährliche ZIS-Bericht von vorn herein keine solide Grundlage für die aktuelle Diskussion darstellen *kann*. Insofern ist dieser Artikel relativ inhaltsleer und applaus-heischend, zumal schon vor 2 Wochen vom Spiegel ausführlicher über dieses Thema berichtet wurde.

Eine neutrale, für alle gleichermaßen interpretierbare Datenbasis wird keine der direkt beteiligten Parteien liefern können, dazu liegen die Interessen viel zu weit auseinander. Es kann auch nicht der Sinn dieser Diskussion sein, sich gegenseitig mit möglichst vielen Tabellen zuzuschmeißen oder die andere Seite wegen angeblich fehlender Daten zu diskreditieren. Das endet wie immer in den Sackgassen der Statistik.

Vielleicht wäre ja mal ein 1-tägiger "Jobwechsel" für Fans bei der Einsatztruppe und für Polizisten bei den Ultras eine Variante...

04.12.2012
21:53
@mckar #22
von chrissi1848 | #27

...und genau das finde ich so gravierend, wegen ein paar Idioten werden alle Fußballfans in einen Topf geschmissen. Warum? Weil die Polizei es nicht schafft gewaltbereite, zum Teil sogar vorbestrafte Idioten vom Rest der Welt zu unterscheiden, bzw. es nicht für nötig hält Unterscheidungen vorzunehmen. Wenn ich zu einem Auswärtsspiel mit der Bahn anreise und dabei einen Schal meiner Mannschaft trage ist es regelmäßig so, dass ich am Zielbahnhof von der Polizei abgefangen werde und entweder zu Fuß zum Stadion gelotst werde oder mit extra Sonderbussen zum Stadion gebracht werde. Obwohl ich keinen Alkohol trinke und noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten bin und noch nie ner Fliege was zu leide getan habe. Ich möchte beim Auswärtsspiel aber auch gerne mal vorher die Innenstadt anschauen und nen Kaffee trinken gehen. Wenn ich zu ner anderen Großveranstaltung fahre, wie z.B. nem Konzert ist das auch möglich.
Die Polizei macht es sich zu einfach auf kosten meiner Grundrechte !!!

04.12.2012
21:01
vaikl2 | #21
von platschboehm | #26

Die Polizei ist in diesem Fall nicht Prügelknabe sondern ein wichtiger Akteur. Die Gewaltenteilung ist für mich unantastbar.
Die Polizei berät aber mit diesen offenkundig unzulänglichen Statistiken die Politik, die diese u. a. als Grundlage für ihre Entscheidungen nutzt. Und hier liegt das Problem.
Weil diese Statistiken angezweifelt werden können, entstehen die jetzigen Diskussionen. Notwendige Entscheidungen verzögern sich womöglich oder werden nicht oder falsch getroffen.Deshalb ist aus m. S. eine Leistung der Polizei zu kritisieren. Wenn das Datenmaterial nciht belastbar ist, muss es ausdrücklich dargestellt werden.
Belastbare Daten helfen der Legislative(Politik, Gesetzgeber) gute Entscheidungen zu treffen, die der ExeKutive (hier Polizei) und der Judikative (Staatsanwaltschaft, Gerichte) dabei helfen, korrekt effektiv und effizient zu arbeiten!
Und nochmals! Die Polizei ist wegen fehlender Qualifikation nicht in der Lage, mit statistischen Methoden umzugehen.

04.12.2012
20:29
Gegen Gewalt und Pyro
von rafl | #25

Wenn ich diesen BAFF-Mist schon wieder lesen muss! Als wenn 235 Polizeibeamte und 393 Unbeteiligt Nichts wären! Das ist menschenverachtende Verhöhnung! Die verletzten Schäger wären mir sch...egal, wenn sie nicht auch noch Kosten verursachen würden. Meine Forderung: Alle Schläger nur gegen Privatzahlung behandeln, Pyrowerfer strafrechtlich verfolgen und lebenslanges europaweites Stadionverbot!

2 Antworten
Ja...das tut weh...
von PaulPanter | #25-1

...wenn liebgewonnene Vorurteile durch ein paar schlichte
Zahlen ad absurdum geführt werden.

Dass dieser Schmerz nicht zur Einsicht, sondern zu haltlosen
Bestrafungsfantasien führt, ist wohl leider menschlich...

So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von Mell234 | #25-2

Schon gewusst? "Verletzt" sich ein Polizist im Einsatz bei einem Fußballspiel, weil er beispielsweise hinfällt und blöd umknickt (Etwas, was JEDEM Menschen JEDERZEIT passieren kann, völlig ohne Einwirkung anderer!) dann wird er in dieser Statistik mitgezählt. Ebenso bei einem Bienenstich im Sommer, der natürlich behandelt werden muss. Niemand bestreitet, dass es verletzte aufgrund von Störern gibt - es wird aber vollkommen zurecht kritisiert, dass die Statistik nicht vernünftig erstellt wird! Und wenn der "Unbeteiligte" sich die Finger klemmt, Pfefferspray abbekommt weil er an einer falschen Stelle stand - er wird als Verletzter gezählt.

Klingt komisch, IST ABER SO! Deswegen ist die Statistik für den *****.

Und warum gibt es keine Statistik, in der nur Verletzte erwähnt werden, die es auch durch tatsächliche Ausschreitungen gegeben hat? Na weil die Zahl dann viel zu klein wäre um öffentlich für Hysterie sorgen zu können.

04.12.2012
20:17
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von ratenn | #24

Tja und was ist mit dem Artikel hier?
http://www.derwesten.de/sport/fussball/fussball-fans-verursachen-jaehrlich-millionenschaden-bei-bahn-id7354488.html
ich erlebe auch an jedem Spieltag in Ge die ach so lieben Fans am Bahnhof
oder in den Straßenbahnen.Pöbeleien, Rauchen in den Bahnen und keine
Rücksicht gegenüber "normalen" Fahrgästen und kommt mir jetzt nicht damit,daß
das ja nur ein paar sind.Ist mir sowieso unklar, wie jemand der um 11 oder 12 Uhr schon knülle ist ,etwas vom Spiel hat.

@#23
ich wohne in der Nähe der alten Glückauf Kampfbahn vom S 04,
habe aber damals nie was von der jetzigen Randale erleben müssen.

2 Antworten
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von Mell234 | #24-1

Wenn man noch zu jung ist, kann man die Zeiten der Gelsenszene natürlich auch nicht erlebt haben. Wenn es zu den Aufeinandertreffen mit der Borussenfront oder den Essener Löwen gekommen ist, hat es gescheppert bis zum gehtnichtmehr. Aber da gab es auch noch kein Internet und keine Internetwutbürger.

So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von ratenn | #24-2

Klar ich bin nur 51 Jahre alt, wenn sich damals die bekloppten gekloppt haben,
war ich nicht dabei, und kann mich an eine
Gruppe erinnern die sich "Schalker Fanclub" nannte. Damals hat mal eine "Rocker Gruppe" (hauptsächlich aus Essen) unsere und auch ihre Mädels im Jugendheim zu beschützen versucht, brauchten sie aber nicht, als einer von den Jungs jemanden mit ner Lederjacke und ner 250 Yamaha an der Tür stehen sah sind die "Möchtegern Schläger" direkt weitergezogen.Ich konnte damals schon lesen, vielleicht hat aber auch die WAZ nicht oder kaum über Randale berichtet, weil die Sportredakteure bei den entsprechenden Gruppierungen Mitglied waren?

04.12.2012
19:07
So wenig sagt die neue Statistik über Gewalt in Stadien aus
von Riffralf | #23

Ich kann über diese Hysterie nur den Kopf schütteln, Ich gehe seit etwa 40 Jahren ins Stadion und was ich damals so erlebt habe, dagegen ist das heute Kinderkram und eigentlich keiner Erwähnung wert. Damals gab es keine sog. Ultras und der Begriff Hooligans kam erst nach und nach auf, aber jeder Verein hatte so seinen harten Block und die nannten sich Borussenfront, Schalker Kreisel oder Westkurve und da ging es regelmäßig zur Sache, vor, während und nach dem Spiel, am Bahnhof und in der Innenstadt, Platzsturm, Bengalos, Rauchgranaten von der Bundeswehr, Fackeln etc. waren ganz normal und geworfen wurde was so verfügbar war, Messer, Flaschen, Steine, Nothämmer usw. und die Polizei trat in Kompaniestärke an, inkl. Hunde- und Reiterstaffel. Der Krankenwagen ließ ab und zu extra die Sirenen laufen um Stimmung zu machen. Heutzutage empfinde ich es geradezu friedlich und familienfreundlich.

1 Antwort
Hahaha
von Dirk72 | #23-1

Ich dachte,der Schalker Kreisel wäre in Gelsenkirchen die Stadionzeitschrift.

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